Stützmauer im Wieragrund: Fachleute geben Entwarnung

Blick auf die große Stützmauer zwischen Bahngelände und Wieragrund: Ihr Bau stellt eine bauliche Herausforderung dar, ist jedoch laut Bauleiter in trockenen Tüchern. Sie ist über 100 Meter lang und wird bis zu 11,50 Meter hoch. Foto: Quehl

Schwalmstadt. Es ist alles im Lot, jedenfalls im Wesentlichen: So lässt sich die Information bündeln, die die Bauleiter Helmut Lengemann (Investorengemeinschaft) und Heiko Völke (Stadt Schwalmstadt) den Ausschussmitgliedern gaben.

In ausführlicher Sitzung ging es um die große Stützmauer und die nachfolgenden Bauten im Wieragrund. Die vielleicht wichtigste Nachricht des Abends: Die Senkungen an dem gigantischen Bauwerk mit später über 600 nahezu horizontal eingeschossenen und verpressten Bodennägeln sind berechenbar und werden nach Abschluss rasch abklingen. Das jedenfalls habe der Jenaer Bodengutachter Prof. Witt schriftlich gegeben. Er war als Zweitgutachter hinzu gezogen worden (HNA berichtete), und er teile die Einschätzung von Dr. Gerald Näser als erstem Gutachter - dass die weiche, sandige Dammaufschüttung in den Griff zu bekommen sei. Neben der Bodenbeschaffenheit der rund 160 Jahre alten Schüttung machte den Fachleuten nach Angaben von Bauleiter Lengemann auch Wasser zu schaffen, das sich in Zeiten kräftiger Niederschläge Bahn bricht.

Stützmauer im Wieragrund: Fachleute geben Entwarnung

Deshalb wurden Drainagerohre zur dauerhaften Entwässerung eingebaut, der Spalt zwischen Spritzbetonmauer und der zukünftigen Rückwand des Einkaufszentrums soll mit Schotter verfüllt werden. Dieser Spalt wird um 70 Zentimeter breit sein.

Kurzclip

Weitere Information: Die Stützmauer wird Mitte bis Ende Juni fertig sein, nach kurzer Ruhezeit geht es mit dem Bau der Wieragrundstraße oben weiter. Die Trasse der Entlastungsstraße ist bereits deutlich zu erkennen. Die Wieragrundstraße soll ab Herbst befahrbar sein.

Von Anne Quehl

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Quelle: HNA

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