24 Stunden im Einsatz: Berufsfeuerwehrtag der Borkener Jugendwehr

+
Ein starkes Team: Die Jugendlichen und Einsatzkräfte der Feuerwehr Borken.

Borken. Krawumm! Knall und Druckwelle der Explosion breiten sich über das Bauhofgelände in Borken aus. Eine Scheune brennt, es gilt Verletzte zu retten. Bei den Übungen am Berufsfeuerwehrtag sollten Kinder und Jugendliche der Feuerwehr Borken eine Vorstellung davon bekommen, wie der Dienst bei der Berufsfeuerwehr aussieht.

24 Stunden lang rückten die 18 Jugendlichen immer wieder zu simulierten Einsätzen aus, fuhren mit den Erwachsenen zum Brand, koordinierten die Einsatzkräfte, löschten Brände und retteten vermisste Personen.

Feuer, Wasser, Puppen

Pyrotechnische Effekte, Feuer, Wasser und schwere Puppen sorgten für realitätsnahe Einsätze. Erfahrene Feuerwehrmitglieder standen den Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren zur Seite, halfen und erklärten, was wann und wie zu tun ist. Bei einem simulierten Brand auf einem Industriegelände waren auch der Mimtrupp des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Jugendfeuerwehren mehrerer Ortsteile beteiligt.

Nachts rückten die Borkener Jugendlichen aus, um einen Brand einer Gartenhütte zu löschen, die aus Holzpaletten zu diesem Zweck konstruiert worden war. Zwischen den Einsätzen waren die Nachwuchs-Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Borken untergebracht, wo sie auch verpflegt wurden. "Die Kinder sind natürlich Feuer und Flamme", sagte Jugendfeuerwehrwart Florian Lischeid-Bracht.

"Das ist richtig cool", meinte die 14-jährige Shirley Scheidemann, die seit drei Jahren bei der Jugendfeuerwehr mitmacht. Es sei sehr spannend, weil man nie wüsste, was als Nächstes kommt. "Es macht Spaß und man kann neue Leute kennenlernen", sagte Rene Schöffler. "Wir lernen hier was und es stärkt die Gemeinschaft", erklärte Albulena Rulani.

Die Übung habe gut geklappt, lautete das Fazit von Mario Diehl, stellvertretender Wehrführer. Die eine oder andere Kleinigkeit habe noch gefehlt, aber das sei in Ordnung, schließlich handele es sich um eine Übung, die Spaß machen und einen Lerneffekt haben sollte. "Und wenn es raucht und kracht, ist auch ein gehöriger Respekt da", sagte Wehrführer Axel Beier.

Auch wenn die Explosionen nur zu Übungszwecken gezündet würden, sei die Druckwelle immens, wenn man in der Nähe stünde. Bei echten Einsätzen, seien Schaulustige, die den Feuerwehrleuten beim Löschen eines Brandes zuschauten, ruckzuck verschwunden, wenn irgendetwas explodiere, berichtete er aus Erfahrung.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

Kommentare