Maciek Rajca neuer Stipendiat der Künstlerkolonie

Auf der Suche nach den neuen Motiven

Willingshausen. Als neuer Stipendiat der Künstlerkolonie Willingshausen hat Maciek Rajca das Hirtenhaus bezogen.

1981 in Waldenburg (Polen) geboren, aufgewachsen in Fulda, studierte Rajca 2004 bis 2010 Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel, gefördert vom Cusanuswerk, der Bischöflichen Studienstiftung der katholischen Kirche, und war 2010/11 Meisterschüler von Prof. Friederike Feldmann. Er lebt und arbeitet jetzt in Köln. Rajca malt eine besondere Art von Bildern: Er nimmt verschiedenste Formen vorgefundener Bilder auf und baut aus diesen so gewonnenen Elementen ein neues, eigenes Bild.

Das können Abbildungen von Gegenständen sein, Zeichen oder Icons, Muster oder farbliche Strukturen, das können aber auch Ordnungen sein wie Symmetrie oder Asymmetrie, Ineinander oder Übereinander, Reihungen oder Collagen.

Als Vorbereitung für seinen Aufenthalt in Willingshausen hat Maciek Rajca schon im Sommer damit begonnen nachzulesen, was seine historischen Vorgänger, also Ludwig Emil Grimm, Ludwig Knaus, Otto Ubbelohde, Wilhelm Thielmann oder Carl Bantzer in dieser damals abgelegenen und sehr armen Gegend eigentlich wollten und getan haben. Sie wollten, so hat er zum Beispiel festgestellt, dort nicht Bürgermeister werden oder den sozialen Fortschritt einführen, auch nicht die Schwalm als Reiseland entdecken und berühmt machen. Sie wollten malen, einfach in Ruhe malen, gemeinsam in ihrem Kreis oder alleine, und das in einer natürlichen Umgebung weit weg von der Stadt und den Herausforderungen und Ablenkungen dort. Die Motive für ihre Bilder haben sie hier nicht gesucht sondern gefunden. Das will Maciek Rajca auch versuchen und sehen was dabei herauskommt. (syg)

Quelle: HNA

Kommentare