Bürgerfragestunde bei Parlamentssitzung: Türkischer Kulturverein hofft auf Unterstützung

Suche nach Vereinsheim

Wolfhagen. Der türkische Kulturverein Wolfhagen ist auf der Suche nach einem Haus mit Gebetsraum, darauf machte Volker Schnegelsberg während der Bürgerfragestunde zu Beginn der Wolfhager Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend in der Stadthalle aufmerksam.

Schnegelsberg erklärte, die Mitglieder des Vereins wünschen sich von der Stadt eine Immobilie zu Sonderkonditionen und fragte, ob es seitens der Stadt möglicherweise schon ein konkretes Angebot gebe.

Das Thema, erklärte Bürgermeister Reinhard Schaake, beschäftige die Stadt schon sehr lange, man sei seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie. „Wir haben schon verschiedene Objekte angeschaut“, erklärte Schaake, als Beispiele nannte er den Bahnhof, die ehemalige Herwig-Blankertz-Schule, aber auch private Häuser. Ein Problem sei, dass in dem Gebäude „ein Raum von mindestens 200 Quadratmetern“ vorhanden sein sollte. „Bisher sind wir nicht fündig geworden.“

Neue Ideen

Es gebe allerdings auch „neue Ideen“, berichtete der Verwaltungschef: der Kauf eines Grundstücks und ein Neubau seitens des türkischen Kulturvereins nannte er, auch ein Haus in der Innenstadt sei denkbar. Man habe auch schon das frühere Gebäude des Kaninchenzuchtvereins angeboten, berichtete der Bürgermeister, was aber von türkischer Seite abgelehnt worden sei. Schaake: „Ich hoffe, wir finden eine Lösung noch im Laufe des Jahres.“

Schließlich ging es Schnegelsberg auch um die derzeit heftig diskutierte zu erwartende Fluglärmbelastung durch den Betrieb des neuen Flughafens Calden. Bürgermeister Schaake nahm Stellung zum aktuellen Stand und machte deutlich, dass es derzeit wenig Konkretes gebe. Am 25. Juni werde die Fluglärmkommission das nächste Mal tagen. Nach einem Gespräch mit dem Kommissionsvorsitzenden Danny Sutor sehe es so aus, als müsse man in Wolfhagen „mit keiner ernsthaften Lärmbelästigung“ rechnen.

Auch eine Anfrage der Grünen hatte der Bürgermeister zu beantworten. Die Fraktion hatte bereits in der Stadtverordnetensitzung im April angeregt, dass auch der Stadtplan Wolfhagens in die gedruckte und elektronische Version des NVV aufgenommen werden sollte. Ob denn damit zu rechnen sei, wollte die Fraktion nun wissen.

Kein Platz

Zwei Gründe, warum der Wolfhager Stadtplan bislang nicht berücksichtigt wurde, hatte Bürgermeister Schaake in Erfahrung gebracht: Zum einen, so die Erklärung des NVV, gebe es in der gedruckten Version „nicht unendlich viel Platz“.

Außerdem werde der Stadtverkehr in Wolfhagen über Anruf-Sammel-Taxen (AST) abgewickelt. AST fahre nur auf telefonische Bestellung. Sollte der Stadtverkehr in Wolfhagen zum Fahrplanwechsel 2013 neu strukturiert, also auf Busverkehr umgestellt werden, wolle der NVV den Wolfhager Stadtplan auf nehmen, teilte Schaake mit.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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