Kamerunschafe im Einsatz für die Landschaftspflege auf der Obernburg in Gudensberg

Süße Rasenmäher mit Fell

23 Kamerunschafe weiden jetzt auf der Obernburg: Bürgermeister Frank Börner (links) und Landwirt Wilhelm Förster bei der Umsiedlung der Schafherde. Foto:  Eberlein

Gudensberg. Eine Herde Kamerunschafe sorgt künftig für die Landschaftspflege rund um die Obernburg auf dem Gudensberger Schlossberg. Als historischen Augenblick bezeichnete Bürgermeister Frank Börner die Umsiedlung der Tiere am Samstag, denn die Basaltkuppen wurden bereits seit dem 12. Jahrhundert mehrere hundert Jahre als Viehweiden genutzt.

Nun sollen die Tiere dafür sorgen, dass der starke Bewuchs um die einstige Befestigungsanlage im Zaum gehalten wird. „Wo kein Rasenmäher hinkommt, da sorgen die Kamerunschafe nun für freie Flächen“, so Börner.

Bisher sorgte allein der Verein Obernburgfreunde Gudensberg für die Rodung des Geländes, die beinahe zu einer Herkulesaufgabe geworden ist. Deshalb freuen sich die Mitglieder nun über die tierische Unterstützung.

Auf rund 5000 Quadratmetern sind die 23 Pflanzenfresser aus dem Stall von Landwirt Wilhelm Förster bis zum Winter im Einsatz. Mit Unterstützung des Starthilfe Ausbildungsverbunds wurde ein 240 Meter langer Zaun angefertigt, der das Weideareal begrenzt und eine Frischwasserleitung ist auch vorhanden.

Gutes Zusammenspiel

„Die Idee zu dem Vorhaben hat mehrere Väter“, sagt Jörg Schmidt von den Obernburgfreunden. „Ein gutes Zusammenspiel von Stadt, Verein und Landwirten hat schließlich zur Umsetzung geführt, die von Bürgermeister Börner stark unterstützt wurde.“

Neben dem Erhalt des freien Rundblicks über die Landschaft des Chattengaus, die man von der Burgruine aus hat, sollen die Schafe auch Besucher anlocken. „Es sollen künftig mehr Veranstaltungen auf der Burg stattfinden“, erklärt Frank Börner und betont das schöne Ambiente des Ortes.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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