Suppenkelle statt Säge - Werkräume der Ursulinenschule zu Speisesaal umgebaut

Mit Weckmännern vor der neuen Mensa: von vorne Lukas Papadakis, Marie-Christine Elgner, Tim Hagen, Paul Hesse, Sophia Lehmann, Lara Funkner und Patrick Humburg (Klasse 5G1). Fotos: Dellit

Fritzlar. Dort, wo früher einmal gesägt und geschraubt wurde, gibt es heute Mittagessen und Brötchen. Die Ursulinenschule in Fritzlar hat ehemalige Werkräume in eine Mensa umgebaut, sie trägt den Namen Refektor 5. Refectorium ist der Begriff für den Speisesaal eines Klosters.

Und in einem ehemaligen Klostergebäude ist die Mensa ja auch untergebracht. Die Mittagsverpflegung von Schülern hat in Fritzlar eine lange Tradition. Früher kochten die Ursulinenschwestern, heute arbeiten zehn Mitarbeiter in der Mensa, einige in Teilzeit. Dazu kommen häufig Praktikanten von der Schule am Dom.

Immer mehr essen mit 

Der Bedarf an Mittagsmahlzeiten sei stetig gewachsen, sagt Martin Ehlers, Mensa- und Wirtschaftsleiter der Schule. So wurde der fünfte Speisesaal eingerichtet. Inzwischen werden jede Woche 1800 Mittagessen zubereitet und ausgegeben.

Im Durchschnitt gibt es an jedem Wochentag beinahe 400 Mahlzeiten, montags mehr, freitags weniger. Ausgegeben wird das Essen zu drei Pausenzeiten. Mit dem neuen Raum gehörten die langen Schlangen, die es einmal bei der Essensausgabe gab, der Vergangenheit an, sagt Uwe Jüngst, stellvertretender Schulleiter.

Doch in dem neu gestalteten Raum mit Zugang vom hübschen Klostergarten ist nicht nur mittags etwas los. Dort ist jetzt auch das Schulcafé untergebracht, in dem es unter anderem Brötchen gibt, und das bereits ab 7 Uhr früh. Bis 16 Uhr stehen die Türen offen, so dass die Schüler den gewölbeartigen Raum auch für Treffen und zum Lernen nutzen können. Umgebaut wurde von April bis August. Gestern gab es zum Martinstag Weckmännchen und Brezeln für alle Schüler, sozusagen als Einweihungsfeier.

Somit ist jetzt der gesamte Ernährungsbereich im alten Klostergebäude untergebracht. Dazu gehören neben der Küche für die Mensa auch die Lehrküche und Kühlräume. Die Zeiten, als in den Fluren noch Tische und Stühle standen, sind vorbei, nicht zuletzt aus Brandschutzgründen.

Die Baukosten werden mit 89.000 Euro veranschlagt, finanziert durch das Bistum Fulda, das Träger der Ursulinenschule ist.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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