HNA-Kommentar

Sylke Grede über die Designerdrogen: Scheinbar harmlos

Sylke Grede

Schwalm-Eder-Kreis. Die Suchtberatung registriert seit Jahresanfang ungewöhnlich viele Hilfesuchende. Konsumiert werden vermehrt neue Drogen. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Sylke Grede.

Heroin und Kokain sind auf dem Rückzug. Und der Wandel des europäischen Drogenmarktes scheint jetzt auch im Schwalm-Eder-Kreis anzukommen: Die sogenannten „Legal Highs“, das sind Designerwirkstoffe, mit denen die Hersteller der Gesetzgebung ein Schnippchen schlagen wollen.

Nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz können nur exakt definierte Verbindungen verboten werden. Erfahren die Produzenten davon, wird die Mixtur einfach leicht verändert – und schon gibt’s neue Drogen.

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Moderne Drogen sind auf dem Vormarsch

Die Substanzen der sogenannten neuen Drogen gelten nur irrtümlicherweise als harmlos: Rattenfängerei ist es, mit Namen wie „Badesalz“ oder „Spice“ junge Konsumenten im Internet anzulocken.

Illegalität allein ist kein Mittel gegen den Konsum bedenklicher Substanzen. Bei den jungen Leuten muss es gelingen, ein Risikobewusstsein zu schaffen, damit sie nicht im Frankfurter Bahnhofsviertel in der Gosse enden oder in der Toilette eines leerstehenden Eisenbahnwaggons – mit einer Spritze im Arm.

Quelle: HNA

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