Historisches Spangenberg mit eigenen Augen

Schüler aus polnischer Partnerstadt besuchten Spangenberg 

Spangenberg. Kuno und Else sind Teil der Stadtgeschichte, die 18 Schüler aus Spangenbergs Partnerstadt Pleszew in Polen kürzlich kennenlernten. Die Jugendlichen machten einen Schüleraustausch mit der Burgsitzschule Spangenberg und waren am Montagabend in der Liebenbachstadt angekommen.

Einen Tag später unternahmen sie eine Führung durch die Stadt und reisten in die Vergangenheit. Die Führung, die die Spangenberger Touristikgesellschaft MIT organisiert hat, nennt sich „Die andere Stadtführung“. Alle wichtigen Gestalten der Spangenberger Historie traten in authentischen Kostümen an wichtigen Plätzen auf und erzählten in kleinen Szenen aus der Geschichte ihrer Stadt.

So klagte die heilige Elisabeth ihren Zuhörern in der Stadtkirche ihr Leid, Philipp der Großmütige berichtete von den Vorteilen, eine Ehefrau zur Rechten und eine zur Linken zu haben und im alten Ballsaal waren die Schüler mittendrin, als die junge Else mit ihrem Vater stritt.

Obwohl die polnischen Schüler zwischen 13 und 16 Jahren bereits seit dem ersten Schuljahr Deutsch lernen, übersetzten ihre beiden Lehrerinnen das Gehörte ins Polnische. „Es ist eine sehr sympathische historische Stadt. Mir gefallen die Gebäude sehr“, erzählt die 15-jährige Magda Trzeciak, die bereits zum zweiten Mal am Austauschprogramm teilnimmt, „Fachwerkhäuser haben wir zwar in Polen auch, aber die hier sehen ganz anders aus. Vor allem die Farben sind anders.“

Den Austausch mit Pleszew bietet die Burgsitzschule seit sechs Jahren an: „Uns geht es dabei um die Verständigung zwischen den Völkern“, sagt Mathias Konrad, der als Lehrer an der Burgsitzschule den Austausch betreut und berichtet: „Bei dem Austausch sind schon viele Freundschaften entstanden, viele Schüler besuchen ihre Austauschpartner später noch oft privat.“ (zgr)

Quelle: HNA

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