Unfallvorbeugung: Infotag für 550 Schüler an der Schule im Ostergrund

Szenen: Letzte Sekunden im Leben

Simulierter Einsatz: Zwei Feuerwehrmännern aus Treysa demonstrieren den Umgang mit der Rettungsschere. Foto: Rose

Schwalmstadt. Fahranfänger sind im Schwalm-Eder-Kreis häufig an schweren Unfällen beteiligt. Unter dem Motto „Berauschte Fahrt“ stand deshalb gestern ein Präventionstag der Polizeidirektion Schwalm-Eder, der Verkehrswacht, der Feuerwehr Treysa und des Roten Kreuzes an der Schule im Ostergrund in Treysa. 550 junge Leute aus dem Ostergrund, von der Steinwaldschule Neukirchen, der Carl-Bantzer-Schule und den Beruflichen Schulen Ziegenhain informierten sich einen Vormittag über den Einfluss aufs Autofahren unter Alkohol und Drogen.

Die zweite Auflage der Unfallvorbeugung – einen ähnlichen Tag gab es im vergangenen Jahr in Fritzlar – hatte Markus Brettschneider von der Polizeidirektion Schwalm-Eder organisiert. Das Konzept war gemeinsam mit Kollegen der Bereitschaftspolizei entstanden. „Uns geht es darum, Fahranfänger, aber auch Mitfahrer für das Thema zu sensibilisieren“, sagte Brettschneider. Die Folgen stellte das Team deshalb in drastischen Bildern dar. Eindringliche Sequenzen beschrieben die letzte Sekunde eines Lebens, skizzierten quasi den Countdown bis zum Tod.

Die Verkehrswacht Schwalm-Eder verstärkte den Eindruck der Bilder durch das Erleben: Im Überschlagsimulator oder dem Gurtschlitten erfuhren junge Leute am eigenen Körper, was es heißt, mit 30 Stundenkilometer gegen ein Hindernis zu prallen. „Diese körperliche Erfahrung halte ich für unerlässlich und ganz wichtig“, schätzte Timo Clobes, Schulleiter im Ostergrund, den Projekttag ein.

Realistischer Einsatz

Den Schlusspunkt setzten die Feuerwehr Treysa und das Rote Kreuz, die mit insgesamt 14 Einsatzkräften vor Ort waren. Sie inszenierten einen Unfall unter möglichst realistischen Bedingungen. Schulsprecherin Anne Stuhlmann mimte das Unfallopfer, das im Autowrack eingeklemmt war. Mit der Rettungsschere rückten die Retter dem Fahrzeug zu Leibe und versorgten die Verletzte. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Helge Stuhlmann erklärte, wie viel Technik und Wissen hinter einem solch lebensrettendem Einsatz steht. (zsr)

Quelle: HNA

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