Acht Züge mit Vertriebenen trafen in Treysa ein

Tafel soll an den Neubeginn erinnern

Modell für die Bronzetafel: Der Bildhauer Lutz Lesch arbeitet daran, im Hintergrund die Vorlage. Foto: privat

Treysa. 1946 kamen am Bahnhof Treysa acht Vertriebenentransporte an. Daran wird bald eine Gedenktafel erinnern, an der der Treysaer Bildhauer Lutz Lesch arbeitet.

Wie Horst W. Gömpel weiter mitteilte, wird die Tafel in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt neben dem Bahnhofsportal befestigt, die Genehmigung der DB-Immobilienverwaltung liege vor. Gömpel: „Mit der Tafel soll an das harte Schicksal der Sudetendeutschen und an die Leistung der Schwälmer Bevölkerung erinnert werden, die unter schwierigen Bedingungen die aus ihrer Heimat verjagten Menschen aufnehmen musste.“

Die Bronzetafel misst 90 mal 56 Zentimeter, Text und Gestaltung wurden in Zusammenarbeit mit dem Architekten Markwart Lindenthal (Kirchberg) entworfen. Die Gesamtkosten betragen 4500 Euro.

Bei Lesungsterminen aus ihrem Buch „...angekommen!“ hat das Ehepaar Gömpel bislang 522 Euro zusammengebracht, das Geld gehe an die Wallfahrtskirche Quinau in Tschechien. Für die Bronzetafel wollen beide 500 Euro als Startkapital einbringen. Weitere rund 500 Euro sollen durch eine Sammlung im Rahmen weiterer Buchlesungen mit der Unterstützung von Rotary- und Lions-Clubs und Geschichtsvereinen zusammenkommen. (aqu)

Spenden für die Tafel sind willkommen, dazu dient ein Konto der Stadtverwaltung bei der Stadtsparkasse Schwalmstadt:

Konto: SSK Schwalmstadt IBAN, DE78520534580000010710 BIC HELADEF1SWA, Zweck Gedenktafel; FAD 116635

Eine Sponsoren-Liste erscheint unter: www.Mitteleuropa.de/QR001

Quelle: HNA

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