Run auf die Tafeln im Schwalm-Eder-Kreis bleibt ungebrochen

Schwalm-Eder. Die Tafeln im Schwalm-Eder-Kreis haben nach wie vor großen Zulauf – das Beispiel Melsungen zeigt dies. Daran ändern offenbar auch die positiven Zahlen bei der Entwicklung der Hartz IV-Empfänger nichts, die aus dem Job-Center des Kreises veröffentlicht werden.

Deren Trend, das bestätigt Hans-Gerhard Gatzweiler, der Geschäftsführer des Job-Centers in Homberg, zeigt einen kontinuierlichen Rückgang der Leistungsbezieher.

Im Dezember 2011 wurden 6011 erwerbsfähige Hartz IV-Bezieher für den Kreis aufgeführt, hinzu kommen 2347 Sozialgeldbezieher. Das sind überwiegend Kinder unter 15 Jahren. Zum Vergleich: Im März 2011 gab es noch 6789 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 2599 Sozialgeldbezieher.

Unter den Leistungsberechtigten gab es im März 1500 Menschen, die einer Beschäftigung nachgehen. 800 sind in einem Minijob beschäftigt. 700 weitere mussten ihr geringes Gehalt durch Geld vom Job-Center aufstocken. „Entweder ist deren Gehalt so gering, dass es nicht zum Leben reicht, oder sie haben so große Familien, dass sie durch einen Verdiener allein nicht versorgt werden können“, erklärte Gatzweiler.

Doch auch deren Zahl sei rückläufig. Gatzweiler glaubt, dass Arbeitgeber künftig wieder bessere Löhne zahlen müssen – einfach, weil in Nordhessen künftig Mitarbeiter fehlen werden. (sis)

Quelle: HNA

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