Verein bietet Grund- und Fortbildungskurse und ist Ansprechpartner auch für Eltern

Professionelle Betreuung: 170 Tagesmütter im Landkreis

Schwalm-Eder. Schwarzenborn und Schrecksbach sind weiße Flecken auf der Karte: Dort gibt es keine Tagesmütter. Mit 14 Frauen, die Kinder auch unter drei Jahren in ihrer eigenen Wohnung betreuen, liegt Felsberg an der Spitze.

Die Stadt ist zugleich Sitz des Tageselternvereins, der dort vor 15 Jahren gegründet wurde und seit fünf Jahren kreisweit arbeitet.

Mit zehn Tagesmüttern hat der Verein begonnen. So wie sich die Tagesmütter nach Kindern umsehen mussten, so mussten auch die Eltern von sich aus aktiv werden und die Betreuung komplett aus eigener Tasche bezahlen. Nur in Ausnahmen gab es einen Zuschuss vom Jugendamt, erinnert sich Kerstin Stieglitz, damals wie heute Vorsitzende des Vereins. Zwischenzeitlich hatte Karin Döring die Führungsrolle übernommen.

Im Herbst 2002 begann der erste Kurs auf dem Weg zur professionelleren Betreuung.

2005 wurden der Aktionsradius auf den gesamten Landkreis ausgedehnt und die Geschäftsstelle des Vereins von Gisela Kuhnerts Wohnzimmer in den alten Kindergarten Böddiger verlegt. Damals gab es 60 aktive Tagesmütter, heute fast 170, darunter 17 Frauen, die für eine bestimmte Region Ansprechpartnerinnen sind. Zwar müssen die Tagesmütter nach dem Grundkurs Fortbildungen besuchen, doch ein anerkannter Ausbildungsberuf ist es nicht. Noch nicht, denn das langfristig das Ziel.

Einheitliche Standards

Der nächste Schritt, der voraussichtlich im Frühjahr getan wird, ist die Zertifizierung nach einheitlichen Standards. Damit wäre die Qualifikation als tagesmutter bundesweit anerkannt, erklärt die Vorsitzende.

Quelle: HNA

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