Konzerte in Fritzlar und Homberg mit Strauß-Orchester und Solisten

Fritzlar/Homberg. Im Walzertakt beginnt das neue Jahr - das ist in Fritzlar und Homberg seit Jahren guter Brauch. Die VR-Bank Schwalm-Eder, die Stadt Fritzlar und der Kulturverein der Domstadt sind Veranstalter der stimmungsvollen Konzerte.

Beide Veranstaltungen waren auch in diesem Jahr mit jeweils mehr als 300 Zuhören ausverkauft. Die Konzertbesucher wurden mit fröhlichen und beschwingten Klängen des Johann-Strauß-Orchesters Frankfurt und den Gesangssolisten Ursula Ruperti, Sopran, aus Mainz sowie dem Fritzlarer Tenor Claus Durstewitz unterhalten.

Im ersten Konzertteil stand Musik der Wiener Strauß-Dynastie im Vordergrund. Fulminant eröffneten die Musiker unter der Stabführung von Lukas Meister den bunten Reigen mit der Ouvertüre aus Johann Strauß (Sohn) Operette „Die Fledermaus“.

Noch 14 instrumentale und gesangliche Darbietungen standen im offiziellen Programm. Die Zuhörer wurden aber auch mit zahlreichen Zugaben belohnt und feierten die Musiker mit vielen Ovationen.

Charme versprüht

Als Herzog von Urbino aus der Operette „Eine Nacht in Venedig“ betrat Claus Durstewitz den heimatlichen Bühnenboden. Charme versprühend und mit ausdrucksvoller Stimme verzauberte der Fritzlarer Tenor mit dem Lagunenwalzer „Ach, wie so herrlich zu schau‘n sind all die reizenden Frau‘n“ natürlich vor allem die Damen im Saal. Ursula Ruperti kam mit Federboa als strahlende, kapriziöse Gräfin Zedlau auf das Podium.

Schön schmachtend sang sie aus der Operette „Wiener Blut“ die Arie „Grüß dich Gott, du liebes Nesterl“. Da war es in den Reihen des Publikums natürlich um die Herren geschehen. Johann Strauß (Sohn) „Furioso-Polka“ verlangt ein turbulentes, prestissimo Spiel vom Orchester.

Bläser und Streicher hatten richtig Freude daran und fegten präzise durch die Tonarten und von Dur nach Moll und wieder zurück. Da konnte einem schon vom Zuhören schwindlig werden.

Harmonisch im Dreivierteltakt schlugen die Herzen von Ursula Ruperti und Claus Durstewitz beim ersten gemeinsamen Auftritt. Im Schwalbenduett ließen sie ihre Stimmen aufblühen und schließlich voller Zärtlichkeit ausklingen, als sie aus Emmerich Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“ das Lied „Machen wir‘s den Schwalben nach“ sangen.

Nach der Pause kündigte Lukas Meister den musikalischen Übergang von Wien nach Berlin an. Fortan bestimmte eine Mischung aus Film- und Operettenmusik von Berliner Komponisten das Konzert.

Die letzte Gelegenheit zum Tanzen avisierte Lukas Meister, bevor das Orchester mit Theo Mackebens Walzer „Münchner G‘schichten“ loslegte. Tatsächlich begannen einige Paare sich beschwingt im Dreivierteltakt zu drehen.

Zum Traumpaar wurden Ursula Ruperti und Claus Durstewitz in der ersten Zugabe, als sie mit ihren schönen Stimmen und Emmerich Kálmáns Ohrwurm „Tanzen möcht‘ ich“ das Publikum begeisterten.

Von Michael Auerbach

Quelle: HNA

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