Historischer Maschinenring Spangenberg präsentierte Oldtimer in Melsungen

Im Takt der Schnauferl

Ein Traum in Rot: Manfred Holzhauer aus Malsfeld nahm mit seinem hochglanzpolierten Lanz Bulldog an der Schlepper-Rundfahrt teil. Dieses Schmuckstück wurde am Samstag in Melsungen von vielen bestaunt. Fotos: Landau

Melsungen. Lautes Motorknattern erfüllte am Samstagmorgen den Melsunger Marktplatz. Landwirtschaftliche Oldtimer schnauften vor der Fachwerkkulisse der Bartenwetzerstadt. Der Historische Maschinenring Spangenberg hatte an Ostern zu einer Rundfahrt eingeladen.

Der Verein feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen, und genauso lange schon brechen die Schlepperfreunde alljährlich am Ostersamstag auf zur Rundfahrt. Damals waren es nur vier, diesmal schon fast 30 historische Traktoren, die durch die Lande tuckerten. Mit dabei waren auch Traktor-Fans aus anderen Orten.

Den weitesten Weg hatte Walter Bleser zurückgelegt. Fünf Stunden war er mit seinem Schlepper aus dem Westerwald nach Melsungen gefahren. „Bei diesem märchenhaften Wetter macht so eine Tour besonders viel Freude“, sagte er. Burghard Kehr aus Landefeld, Sohn des Vereinsgründers, zeigte einen Rangierschlepper von Deutz, wie er im Zweiten Weltkrieg auch zum Ziehen der V2-Raketen eingesetzt worden war.

Auch Manfred Holzhauer aus Malsfeld präsentierte stolz seinen Oldie: „Schnell unterwegs war man damals mit einem Eilbulldog.“ Besonders Spediteure setzten auf den flotten Schlepper.

Der 71-jährige Walter Hubenthal aus Herlefeld, das ältestes Vereinsmitglied, war mit seinem 70 Jahre alten Lanz-Bulldog auf Tour. „Der Lanz ist das Sammlerstück schlechthin für Schlepperfreunde“, sagte Herbert Thomas, der Vorsitzende des Historischen Maschinenrings Spangenberg. Das älteste Modell auf vier Rädern an diesem Tag war der Deutz des Vereinsvorsitzenden. Mit viel Liebe zum Detail ist das Familienerbstück des Baujahres 1938 restauriert worden. (zal)

Quelle: HNA

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