Tankstellenüberfall: Die Räuber kamen durch die Hintertür

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Hinterhältig: An dieser Tür wurde eine Angestellte der Tankstelle in Bischhausen überfallen, hier von links ihre Kollegin Julia Peter und Prokurist Martin Nitschky.

Bischhausen. Nur noch eine Schlüssel-Umdrehung war eine Tankstellen-Angestellte von ihrem Feierabend entfernt, als sie am Dienstagabend von zwei Unbekannten mit einer Waffe bedroht wurde.

Sie drängten sie zurück in das Gebäude und zwangen sie, ihnen die Einnahmen der Spätschicht aus dem Tresor auszuhändigen. Bevor die Täter mit dem Geld flüchteten, schlugen sie der Frau ins Gesicht und fesselten sie. "Nachdem sie sich befreien konnte, hat sie mich angerufen. Ich habe dann sofort die Polizei alarmiert", sagt die stellvertretende Leiterin der Tankstelle Julia Peter.

Die Angestellte wurde ins Krankenhaus gebracht und blieb über Nacht zur Kontrolle. Inzwischen ist sie wieder zu Hause. "Sie arbeitet hier seit zwölf Jahren", sagt Peter. In dieser Zeit sei noch nie ein Überfall passiert, es habe lediglich vor ein paar Jahren zwei Einbrüche gegeben.

Die Tankstelle schließt jeden Tag um 20.30 Uhr, bis dahin seien die Mitarbeiter selten allein, es gebe immer Stammkunden, die dort noch etwas trinken und den Abend verbringen. Als die Angestellte gegen 21 Uhr abschloss, waren sie gerade erst gegangen. Wie immer verließ sie das Gebäude durch die Hintertür. Dort lauerten ihr die Täter auf.

"Wir werden diese dunkle Ecke jetzt mit einer separaten Kamera und einem Bewegungsmelder ausstatten", sagt Martin Nitschky, Prokurist der Raiffeisen Waren GmbH, die die Tankstelle gepachtet hat. In letzter Zeit steigt die Zahl der Tankstellenüberfälle im Schwalm-Eder-Kreis. Natürlich sei das auch Thema im Gespräch mit ihren fünf Kolleginnen, sagt Julia Peter: "Man darf sich da aber keine Gedanken drüber machen, sonst kann man hier nicht arbeiten."

Quelle: HNA

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