Versuchte Tat in Lützelwig bereits zehntes Delikte seit Jahresbeginn

Tankstellen-Überfälle im Schwalm-Eder-Kreis reißen nicht ab

Schwalm-Eder. Die Serie von Tankstellenüberfälle im Schwalm-Eder-Kreis reißt nicht ab. Am Mittwochabend bedrohte ein vermummter Mann mit einer silbernen Pistole die 33-jährige Angestellte der Shell-Station im Homberger Stadtteil Lützelwig.

Als Kunden in den Verkaufsraum kamen, flüchtete der Mann ohne Beute.

Es war nach Angaben der Polizei der zehnte Tankstellenüberfall seit Jahresbeginn. Am Dienstagabend war erst eine Station im Neuentaler Ortsteil Bischhausen überfallen worden, am Donnerstag vergangener Woche eine in Treysa.

Das sei eine auffällige Häufung im Vergleich zu Vorjahren, sagte Reinhard Giesa, Pressesprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder. In 2011 habe es lediglich zwei Fälle gegeben, in 2009 waren es immerhin acht.

Bei den Delikten dieses Jahres gebe es teilweise Übereinstimmungen. Zu Einzelheiten wollte sich Giesa aber nicht äußern, um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen.

Die Polizei reagiere mit einem verstärkten Personaleinsatz auf die Tankstellen-Überfälle. Es würden beispielsweise mehr Streifen eingesetzt.

Der Täter beim Überfall in Homberg-Lützelwig wird folgendermaßen beschrieben: 16 bis 18 Jahre alt, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, bekleidet mit dunkelblauer Jeans und schwarzer Regenjacke. Bewaffnet war er mit einer silbernen Pistole, deren Verschluss-Stück schwarz abgesetzt war. Er sprach akzentfreies Deutsch. Hinweise an die Polizeidirektion in Homberg, Tel. 05681/7740.

Den Tätern drohen - vor allem bei gravierenden Delikten - langjährige Haftstrafen. Die Aufklärungsquote bei Raubdelikten ist nach Auskunft von Polizeipressesprecher Reinhard Giesa hoch, im vergangenen Jahr hatte die Polizei in 30 von 47 Fällen Erfolg.

Quelle: HNA

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