Soziale Dienste organisieren gegen eine Gebühr Hilfe in der Gemeinde Wabern

Tatkräftige Nachbarn

Alexander Mitropoulos, Mitarbeiter der Sozialen Dienste Wabern, hilft Anneliese Wartha bei der Gartenarbeit. Foto: Mangold

Wabern. Anneliese Wartha lebt allein in einem Einfamilienhaus mit großem Garten. Seit neun Jahren ist die 69-Jährige verwitwet, und die Kinder sind aus Wabern weggezogen. Für die Gartenarbeit bekommt sie Hilfe von den Sozialen Diensten Wabern.

„Ich bin klein und die Hecke wächst immer höher“, erzählt sie über die Mühsal im Garten. Was sie selbst noch schaffen könne, das erledige sie auch gerne, doch manchmal spiele der Rücken nicht mehr mit. Wartha bat die Sozialen Dienste um Unterstützung und ist nun sehr zufrieden. „Sie haben es gut gemacht“, lobte sie die beiden Mitarbeiter Alexander Mitropoulos aus Wabern und Hellmuth Jantzen aus Harle.

„Es ist doch oft so: Selbst wenn die Leute nebenan wohnen, kommen sie nicht zusammen.“

Alexandra Vogt-Schulze

Das Duo kümmert sich um alle Tätigkeiten rund ums Haus: Bei Bedarf mähen sie den Rasen, schneiden Hecken und Bäume, fegen den Bürgersteig und schippen Schnee. Die Gartenhilfe ist wie auch die Hilfe im Haushalt kostenpflichtig: Zehn Euro pro Stunde und Person bezahlt der Auftraggeber an die Gemeinde Wabern, die davon geringfügig beschäftigte Mitarbeiter finanziert.

Bei der Haushaltshilfe werde oft nach Tätigkeiten gefragt, die im Alter immer schwerer fallen, so wie Gardinen waschen und Treppe putzen, sagt Alexandra Vogt-Schulze. Die Seniorenbeauftragte Waberns ist für die Sozialen Dienste verantwortlich.

Stundenweise auf die alte Mutter aufpassen, mit ihr Spiele spielen, vorlesen oder einen Kuchen backen, auch das gehört zu den Aufgaben.

Beim ersten Besuch kämen die Mitarbeiter zum Testen und Kennenlernen kostenlos ins Haus.

Es gehe nicht nur um die tatkräftige Hilfe, sondern auch um die menschliche Anteilnahme, sagt Vogt-Schulze. Nach getaner Arbeit werde gerne mal eine Tasse Kaffee getrunken und ein bisschen geschwätzt – das unterscheide die Sozialen Dienste von einer üblichen Dienstleistung.

Auch Fahrdienste innerhalb der Gemeinde gehören zum Angebot. Die Mitarbeiter helfen auch beim Ausfüllen von Formularen und beim Umgang mit technischen Geräten. In Kooperation mit der Diakoniestation bieten die Sozialen Dienste zudem einen Besuchsdienst an.

Gemeinde, Diakoniestation, Kirchen, Seniorenbeirat, Seniorenclub, VdK und AWO unterstützen das Projekt. HINTERGRUND RECHTS

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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