Mittels Spundwänden soll der Wallgraben abschnittsweise trocken gelegt werden

Taucher klärten die Lage

Arbeit auf dem Floß: Dieses Bild bot sich kürzlich wieder den Wallgrabenanliegern. Foto: privat

Ziegenhain. Taucher haben erneut den Wallgraben erkundet, auf einem Floß waren Mitarbeiter eines südhessischen Planungsbüros unterwegs.

Im neuen Kapitel geht es um die sogenannte Ausführungsplanung zur Kampfmittelräumung. Nach Angaben des Justizministeriums in Wiesbaden wird jetzt eine „Entscheidungsunterlage Bau“ angefertigt, die Federführung hat das Hessische Baumanagement (HBM), vormals Staatsbauamt Ziegenhain.

Laut Pressesprecher Dr. Hans Liedel sind dafür zusätzliche Untersuchungen nötig. Bei der Entnahme von Proben von Sediment und Schlamm habe das Risiko bestanden, auf Weltkriegsmunition zu treffen. Deshalb stiegen Taucher in den Wallgraben, um unter Wasser sicherzustellen, dass die Sonde nicht auf eine Bombe trifft.

„Kampfmittelräumung ist eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe für Experten. Für diese besteht durchaus Lebensgefahr. Da muss zuvor sorgfältig untersucht werden.“

Dr. Hans Liedel

Erst danach fuhr ein Boot auf den Graben, um mit Hilfe einer Sonde in den Boden des Wallgrabens zu bohren und die Proben zu entnehmen. Es müsse untersucht werden, wo Spundwände eingezogen werden können, ohne dabei auf eine Bombe zu treffen. Liedel: „Kampfmittelräumung ist eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe für Experten. Für diese besteht durchaus Lebensgefahr. Da muss zuvor sorgfältig untersucht werden.“

Laut Liedel hat sich an den Planungen des Landes nichts geändert. Der Wallgraben soll vollständig von Munition befreit werden, 6 Mio. Euro stehen dafür im hessischen Haushalt, überwiegend Geld Bundes. Drei Jahre wird es dauern, bis der Kleine und der Große Wallgraben von Sprengkörpern befreit ist – wenn die Arbeiten starten. Dabei werden Spundwände in den Grund getrieben, die es ermöglichen, das Gewässer abschnitte trocken zu legen.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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