Tausende kamen zum Hof- und Erntefest auf dem Biohof der Familie Henkel

Große Käseauswahl: Gabi Wilmesmeier aus Binsförth (rechts) wurde am Stand von Ursula Knierim fündig.

Binsförth. Tausende Besucher strömten am Feiertag auf das Rittergut in Binsförth. Zum zehnten Mal hatte die Familie Henkel zum traditionellen Hof- und Erntefest auf ihren Biohof eingeladen.

„Über 1000 Kohlköpfe, eine Tonne Möhren, 20 Kisten Blumenkohl, fünf Zentner Zwiebeln und etwa 100 Kilogramm Äpfel stehen hier heute zum Verkauf – und alles ist Bioware“, sagte Harald Henkel, der seinen Vater Gerhard an diesem Tag kräftig im Verkauf unterstützte. Der Andrang im Gemüsezelt war groß. Da lockten nicht nur die vielen Kohlsorten, auch Kürbisse und Brokkoli aus eigener Ernte gab es bei den Henkels. Julia Joschko aus Altmorschen und ihre Kinder Luisa (6 Jahre) und Ann-Sophie (9 Jahre) griffen gezielt bei Äpfeln und Kohl zu.

Auch Gerhard Henkel und seine Frau Heidrun freuten sich, dass das Hoffest so gut bei den Leuten ankam. „Knapp 20 verschiedene Stände sind auf dem Hof verteilt“, berichtete der Biobauer: Bücher, Kalender, Mützen und Schals, Gürtel wie Cowboyhüte, Schmuck, Gelee, Weine und Liköre, Walnüsse, Käse, Brot, Honig, Bonbons, Seifen, Genähtes und Dekoratives.

Auch der Gaumen kam nicht zu kurz: Es gab ein meterlanges Kuchen- und Tortenbuffet, herzhafte Bratwurst, Leberkäse, Pellkartoffeln mit Quark, Weckewerk und afrikanische Spezialitäten aus Togo. Besonders für die Kartoffelpuffer mit Apfelmus standen die Gäste Schlange. Bärbel Pauli, die die Puffer in Fett hin und her schwenkte, schätzte, dass sie am Tag mehr als 600 Kartoffelpuffer verkaufte.

Annette und Stephan McLean kamen mit dem Fahrrad von Melsungen zum Hoffest und hatten so keine Parkplatzprobleme. „Wir sind eigentlich jedes Jahr hier“, erzählten sie. Auch Gabi Wilmesmeier aus Binsförth ist immer beim Hoffest dabei. Am Oberellenberger Käsestand fand sie ihren Lieblingskäse. Die Freundinnen Emma Kellner und Irmtraud Holzhauer aus Beiseförth hingegen hatten schon mittags Kartoffelpuffer und Weckewerk gegessen und waren nun auf der Suche nach einem Verdauungsschnaps am Stand von Elke Hahn aus Frielendorf-Allendorf.

Fotos: Hoffest in Binsförth

Fotos: Hoffest in Binsförth

Kinder tobten sich beim Ponyreiten, Kutsche- und Traktorfahren oder einer Strohschlacht aus und beobachteten die vielen Tiere, ruhiger ging es beim Bälle filzen und schminken zu. Auf der Wiese unterhalb des Bauernhofes konnte man sich zum Hubschrauberrundflug mit Pilot Florian Gronau anmelden. Die Gelegenheit nutzen Kerstin Stück mit ihrem Sohn Clemens Wolf (Melsungen) und Karin Schwarz (Thüringen). Nach dem Flug schwärmte Clemens: „Wie klein das Haus und die Altstadt von oben aussehen. Einfach voll cool.“

Für Musik sorgten der Posaunenchor Binsförth/Heina und „Pitti und Anjen“ (Peter Noll und Antje Wolf-Hublitz). Mit der Verlosung eines Bio-Schweins klang das Hoffest aus.

Quelle: HNA

Kommentare