Keine Wasserschäden in der Region – Nur ein wetterbedingtes Leck in Zierenberg

Tauwetter zeigt kaputte Rohre

Das passiert, wenn man den Außen-Wasserhahn im Winter nicht abstellt: Das Wasser gefriert, dehnt sich aus und knackt das Rohr. Schmilzt das Eis, spritzt das Wasser aus der kaputten Leitung. Foto: dpa

Wolfhager Land. Die Wasserrohre in Wolfhagen und Umgebung haben die winterlichen Temperaturen der vergangenen Wochen bislang gut überstanden. Lediglich in Zierenberg wurde am Dienstagmorgen vergangener Woche eine Wasserleitung undicht, wie Kreispressesprecher Harald Kühlborn mitteilte.

„Der Rohrbruch war auf dem gemeindlichen Grundstück neben der Elisabeth-Selbert-Schule“, so Kühlborn. Der Unterricht habe an dem Tag ausfallen müssen, da es in der Schule kein Wasser gegeben habe.

Weitere Rohrbrüche aufgrund des Winterwetters gab es im Zuständigkeitsbereich der Wolfhager Feuerwehr nicht. „Wir hatten in diesem Winter noch keinen Einsatz, weil irgendwo ein Rohr kaputt gefroren war“, sagte Stadtbrandinspektor Frank Brunst.

„Die Schäden an den Rohren und Wasserzählern entstehen zwar, wenn es friert“, erklärt Wassermeister Dieter Spangenberg von den Stadtwerken Wolfhagen, „aber erst, wenn das Eis in den geplatzten Leitungen schmilzt, spritzt das Wasser.“

Als Ursache für Rohrbrüche nennt der Wassermeister mangelndes Heizen. „Wenn Räume nicht geheizt werden oder die Rohre Zugluft ausgesetzt sind, können sie sich so stark abkühlen, dass das Wasser in ihnen gefriert“, erläutert er. Ein weiteres Problem seien leerstehende Häuser. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl alter Häuser, die nicht mehr genutzt werden, immer größer geworden. Da wird dann auch nicht mehr geheizt und niemand lässt das Wasser aus den Rohren ab“, fügt Spangenberg hinzu.

Die Wasserrohre in den Straßen hingegen seien vom Winter nicht gefährdet. „Die liegen so tief im Boden, dass sie nicht zufrieren. In meinen 20 Dienstjahren ist das noch nicht vorgekommen“, sagt er. Sie würden höchstens durch Bodenbewegungen beschädigt.

Von Patrick Kessler

Quelle: HNA

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