Team grillt auf Melsunger Weihnachtsmarkt für krebskranke Kinder

Packten ihren Smoker in Wollrode aus: das Grillteam mit von links Carolin Wiesner, Jörn Kilian und Andreas Kohl. Foto: Grugel

Guxhagen/Malsfeld/Wabern. Ein im Wettkampf erprobtes Grillteam verkauft am Wochenende beim Melsunger Weihnachtsmarkt Schweineschulter aus dem Rauch zugunsten der Kinderaugenkrebs-Stiftung.

Zubereitet wird das Fleisch in einem selbst gebauten Smoker, also einem mit Holz befeuerten Ofen. Mit dabei: Andreas Kohl aus Guxhagen-Wollrode. Der 37-Jährige hat einen zweijährigen Neffen mit einem seltenen Augenkrebs. Wer um die Krankheit (das Retinoblastom) weiß, kann sie frühzeitig erkennen und so die Heilungschancen enorm erhöhen. Deshalb will das Grillteam auf dem Weihnachtsmarkt mit Informationsmaterial zur Aufklärung beitragen und den Reinerlös der Kinderaugenkrebs-Stiftung spenden.

Am Grill stehen außerdem Carolin Wiesner (22, aus Wabern-Harle) sowie Nora (21, aus Breitscheid) und Jörn Kilian (45, aus Malsfeld-Elfershausen). Als Chattenköhler Nordhessen Grill und Barbecue Team landete das Quartett 2013 auf dem 3. Platz der Landesgrillmeisterschaft.

Ihr Hobby sehen die Chattenköhler als Ausgleich zu ihrem Beruf: Außer der Studentin Nora Kilian arbeiten sie alle auf der Melsunger Rettungswache. Die dortigen Dienste entwickeln sich stets von null auf hundert - da ist es schön, wenn man mal einen Tag einfach nur Grillfleisch im Auge behält, berichtet der gelernte Konditor und staatlich geprüfte Rettungsassistent Jörn Kilian.

Am Wochenende werden die vier Grillexperten bis zu 60 Kilogramm Schweineschulter stundenlang im Blick haben. Das Fleisch wird im Smoker im heißen Rauch gegart und auf dem Weihnachtsmarkt in etwa 500 Portionen zerteilt. Die Schweineschulter gibt’s mit Brötchen, Krautsalat und Sauce.

Über das Rezept schweigt sich das Quartett mit Blick auf Grillwettbewerbe weitgehend aus. Nur so viel: Der Smoker wird mit Buche und Obstbaumholz befeuert. Im Rauchabzug hängt eine Kanne Apfelsaft. Das alles und eine Würzmischung soll den Fleischgeschmack entscheidend beeinflussen.

Der Smoker selbst ist Marke Eigenbau. Vor zwei Jahren hatten Kohl und Kilian für den holzbefeuerten Ofen gebogenen Stahl gekauft und aus dem Material Brennkammer, Rauchzug, Ofen und Schornstein geformt. Alles zusammen montierten die beiden Kollegen fest auf einem Anhänger, den sie auf Reisen nur an ihr Auto kuppeln müssen. So geht’s auch am Wochenende von Wollrode nach Melsungen. (lgr)

Quelle: HNA

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