Neue Ortsnetz-Station in Niedervorschütz steuert Stromkreislauf der Zukunft

Technik hilft beim Sparen

In 50 Niedervorschützer Haushalten hängt seit einigen Monaten ein intelligenter Stromzähler. Am Stand der Eon erklärte der Leiter des Regionalzentrums Mitte, Thomas Keil, was das Gerät leistet. Fotos: Eberlein

Niedervorschütz. Ein Fest zum Dank feierten die Niedervorschützer am Samstag – zum Dank an alle Beteiligten des Projektes „Regionale Energieversorgung 2020“, in das die Stadt Felsberg als Modellkommune eingebunden ist. Dahinter steht das Ziel einer hundertprozentigen Stromversorgung mit erneuerbarer Energie aus der Region.

„Bis es soweit ist, wird es wohl noch mindestens zwei Jahrzehnte dauern“, sagte Volker Steinmetz, Bürgermeister von Felsberg. Aber man habe bereits ein gutes Stück des Weges zurückgelegt.

In Niedervorschütz steht zum einen die neue Ortsnetzstation, in der die Netzspannung automatisch an Stromerzeugung und -verbrauch angepasst wird, und es sind seit einigen Monaten 50 Haushalte mit einem „intelligenten Stromzähler“ (smart meter) der Eon Mitte ausgestattet. Das Gerät ermittelt, wann wie viel Strom verbraucht wurde. Damit werden neben Stromfressern auch die Hauptverbrauchszeiten im Haus aufgezeigt. Man gewinnt so Daten, um in einem weiteren Schritt und mit Hilfe weiterer Technik den Stromverbrauch auf die Erzeugung durch erneuerbare Energien vor Ort abzustimmen.

„Dieser Feldversuch könnte selbstverständlich nicht ohne die Mithilfe der Bürger und Haushalte stattfinden“, sagte Steinmetz. Deshalb richte sich das Dankesfest zu einem großen Teil auch an eben diejenigen, die dem Einbau des speziellen Stromzählers zugestimmt hatten. Das Gelingen eines Vorhabens wie dem Projekt „Regionale Energieversorgung 2020“ stehe und falle mit dem Einverständnis und der Mithilfe der Einwohner.

Darum nutzte man die Veranstaltung zusätzlich dafür, weitere Interessenten zu informieren und für das Projekt zu gewinnen. An verschiedenen Informationsständen von Eon und weiteren Beteiligten – dazu gehörten unter anderem noch die Fraunhofer-Institute Kassel und aus Felsberg der Energiestammtisch und der Arbeitskreis Energie – konnten sich die Besucher ein Bild von der Technik und den Möglichkeiten in Sachen Energiegewinnung und Stromsparen machen.

Unterhaltung im Festzelt

Außerdem war für Essen und Getränke sowie für ein Unterhaltungsprogramm gesorgt. In einem Festzelt traten neben dem Blasorchester Brunslar und der Band Urban Swing Worker auch die Trachtengruppe Heßlar auf.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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