Gut 60 Teilnehmer begleiteten die herbstliche HNA-Wanderung

Stattliche Gruppe: Insgesamt gut 60 Teilnehmer schlossen sich der HNA-Herbstwanderung an. Gelaufen wurde in knapp vier Stunden inklusive einer gemütlichen Pause und Halts am Wegesrand ein Rundwanderweg oberhalb des Ortes. Fotos: Quehl

Seigertshausen. Den Zauber eines eigentlich ganz durchschnittlichen Oktobertages erlebte eine große Gruppe von Frauen, Männern und zwei Kindern bei der HNA-Herbstwanderung.

Horst Seiler führte durch die Wälder seines Heimatortes Seigertshausen und berichtete wohldosiert Wissenswertes am Wegesrand.

So staunten die Teilnehmer zwei, drei Kilometer oberhalb des Ortes über eine gewaltige, kraterartige Vertiefung, um zu erfahren, dass sie am Rand eines uralten Buntsandsteinbruchs stehen, aus dem die Seigertshäuser das Baumaterial ihrer in Stil und Konstruktion in der Gegend so untypischen Kirche förderten. Auch das Material der mittelalterlichen Vorgängerkirche war schon hier gewonnen worden.

Naturdenkmal am Wilsberg

Nur eine kurze Etappe weiter ragte vor den Wanderern das Naturdenkmal am Wilsberg auf, ein gut vier Meter hoher Basaltturm, der eigentlich aussieht, als sei er von Riesen aufgeschichtet worden. Selbst Seigertshäuser kennen diese erhabene Formation nicht unbedingt, erzählte ein Mitwanderer aus dem Dorf, denn es liegt abseits des Weges mitten im Standortübungsplatz.

Gespräche

Wer nicht zu sehr ins Gespräch vertieft war mit den Mitwanderern - über 60 aus dem ganzen Kreisgebiet und darüber hinaus hatten sich angeschlossen -, erfreute sich am letzten Grün der stattlichen Buchenwälder, an rot leuchtenden Fliegenpilzen oder markanten Wildwechselspuren.

Die Pause erlebte die gut aufgelegte Gruppe in der Kohlblatthütte, die Horst Seiler, Hauptwegewart des Knüllgebirgsvereins, zuvor selbstverständlich sorgfältig vom leidigen Müll befreit hatte. Von diesem Punkt ging es bergab durch den Silberrain, von dem allerdings niemand mehr weiß, worauf sich der edelmetallische Name bezieht. Wie ein natürliches Amphitheater erlebten die Wanderer wenig später einen seit Jahrzehnten geschlossenen Basaltsteinbruch, der in der kalten Jahreszeit gelegentlich als Wintervergnügen-Location dient.

Wüstung Falkenhain

Letzte Station war die Wüstung Falkenhain oder Falkenhagen, die Keimzelle des heutigen Neukirchener Stadtteils Seigertshausen. Im 15. Jahrhundert hatten die Menschen die einstige Rodung verlassen und viele Baumaterialien mitgenommen. Fundamente von Kirche und Wehrturm können von Spezialisten jedoch noch ausgemacht werden.

Herzlicher Applaus

Herzlichen Applaus gab es für Wanderführer Seiler, der mit dem Ablauf hochzufrieden ist. Noch größer, meint er, hätte die Gruppe nicht sein dürfen. Viele freuten sich schon jetzt auf eine weitere Auflage der HNA-Wanderungen in Zusammenarbeit mit dem Knüllgebirgsverein.

Quelle: HNA

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