Golden Brass Ensemble begeisterte die Zuhörer in der Balhorner Kirche

Tempo und Temperament

Versierte Interpreten: Burghard Schneider, Max Kreilinger und Karl-Heinz Schmidt (von links) sind drei von zehn Musikern des Golden Brass Ensembles, das seine Zuhörer beim Konzert in Balhorn begeisterte. Foto: Junker

Balhorn. Karl-Heinz Schmidt wuchs im Bad Emstaler Ortsteil Sand auf. Über diesen Kontakt kamen am Freitagabend zahlreiche Zuhörer in der Balhorner Kirche in den Genuss meisterlich vorgetragener Konzertmusik – denn Schmidt ist heute einer von zehn Musikern des Golden Brass Ensembles aus München/Halbergmoos.

Neun Bläser und ein Schlagzeuger schlugen ihre begeisterten Gäste von Stück zu Stück mehr in ihren Bann. Der Bogen des Repertoires spannte sich dabei vom Barock über klassische Werke bis hin zu Popmusik.

Selbst vor dem Pilgerchor aus Richard Wagners „Tannhäuser“ machte das Golden Brass Ensemble nicht Halt, je vier Hörner und zwei Posaunen mit Tuba und Euphonium fanden sich dafür zum Quartett zusammen, um den Chorgesang musikalisch nachzuempfinden.

Auch viele andere Musikstücke wurden nach eigenen, fein abgestimmten Arrangements vorgetragen. Das Programm steigerte sich in Tempi und Temperamenten, unterbrochen nur durch die wortreiche, aber kurzweilige Moderation von Max Kreilinger, der die Zuhörer in seiner bayerischen Muttersprache über den nächsten Programmpunkt informierte.

So entstand im Laufe des Abends eine ganz besondere Atmosphäre in der Kirche, die Besucher lauschten gespannt und honorierten die Darbietungen mit wachsendem Applaus. Beim letzten Stück, „Music“ von John Miles, hielt es die Menschen aber nicht mehr auf ihren Plätzen, sie sprangen auf und klatschten und jubelten voller Begeisterung. Diese wiederum wurde von den Musikern mit drei Zugaben belohnt.

Mini-Tournee

Das Konzert war der Auftakt der bayerischen Formation zu einer klitzekleinen „Tournee“ nach Nordhessen, wie Pfarrer Stefan Kratzke sagte. Nachdem sie am Samstagabend in Fritzlar konzertierten, begleiteten sie im Sander Hof einen musikalischen Frühschoppen.

Von Constanze junker

Quelle: HNA

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