Eco Pfad zwischen Ehlen und Dörnberg eröffnet

Eco Pfad: Von Teufeln, Kirchen und der Kaiserbuche

Habichtswald. Mit einer Länge von 16,5 Kilometern ist der Eco Pfad der Gemeinde Habichtswald, der Dörnberg und Ehlen miteinander verbindet, vergleichsweise lang. Mit ihm ist die Liste der Eco Pfade im Landkreis Kassel um eine Wanderstrecke reicher geworden.

Der Startpunkt des Pfades liegt zwischen den beiden Ortsteilen „Im Grund“. Insgesamt warten auf der Strecke neun Stationen auf Wanderer, Jogger und Radfahrer. Die verschiedenen Punkte stellen die Kulturgeschichte der Gemeinde Habichtswald und deren Entwicklung bis heute dar.

„Hier wird Geschichte und Kultur dem Menschen nähergebracht“, sagt Bürgermeister Thomas Raue. Die Idee dahinter ist, Kulturgeschichte kurz, prägnant und anschaulich zu machen. „Das Besondere an dem Eco-Pfad Habichtswald ist, dass es die beiden Ortsteile zusammenführt“, sagt der Rathauschef.

In enger Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe aus Einwohnern beider Orte haben sich am Ende neun Stationen herauskristallisiert. „Wir haben für jeden etwas dabei“, sagt Thomas Raue. Zu den Stationen gehören u.a. der Bergbau, die Kirchen beider Orte und die Schmiede.

Besonders stolz ist Heinrich Heinemann, Vorsitzende des Geschichtsvereins Habichtswald, auf den Startpunkt des Eco-Pfades. „Das hier ist die alte Straße, die Ehlen und Dörnberg damals miteinander verbunden hat.“ Beide Orte haben ihre eigene Geschichte zu erzählen und Besonderheiten aufzuzeigen. „In Dörnberg haben wir unsere Kirche mit den Malereien“, sagt Heinrich Heinemann. „ In Ehlen gibt es die Dorfschmiede, die Steinscheune oder das Dorfgemeinschaftshaus.“

Sechs bis acht Kilometer lang sind die Eco Pfade normalerweise. Die Besonderheit der Habichtswalder Strecke liegt für Landrat Uwe Schmidt aber noch ganz woanders. „Der Pfad ist Symbol dafür, dass die Gemeinde zusammengewachsen ist.“ Und der Landrat weiß auch schon, was er sich unbedingt anschauen wird. „Die wieder freigelegten Malereien der Dörnberger Kirche zeigen den Teufel“, sagt Uwe Schmidt. „Ich finde das symbolisiert sehr schön den Zwiespalt, in dem wir Menschen stehen - zwischen dem Guten und dem Bösen.“

Die Ursprungsidee der Eco Pfade kommt aus Frankreich. Dort entstanden in den 60er Jahren lebendig-virtuelle Museen. Auf Informationstafeln wird die historische Entwicklung der Region näher gebracht. Insgesamt sind 33 Eco Pfade im Landkreis Kassel geplant. Die noch fehlenden werden voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren eingeweiht. Die nächste Eco-Pfad-Einweihung findet in Bad Emstal statt. Weitere Station des Habichtswalder Eco-Pfades sind das Gut Bodenhausen, die Bodenhäuser Mühlen, die Warte, der Bergbau am Silbersee und die Kaiserbuche. Nähere Informationen unter www.eco-pfade.de. (pju)

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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