Schüler der Drei-Burgen-Schule führten das Stück „Unschuld“ auf

Theater zum Nachdenken

Täter, Opfer, Mitläufer als Theaterthema: Jugendliche der Drei-Burgen-Schule führten Freitag und Montagabend das Stück „Unschuld“ auf. Foto: Schaake

Felsberg. Der Polizei noch unbekannte Jugendliche überfallen an einem Abend in Felsberg die 13-jährige Jana N. Das Mädchen ist allein auf dem Heimweg, als es auf der Unteren Birkenallee mehrere Personen zwingen, ihr Handy und andere Wertsachen herauszugeben.

Anschließend prügeln sie das wehrlose Opfer krankenhausreif. Die Polizei sucht Zeugen, um das Verbrechen aufzuklären. Das ist der Stoff, aus dem das Theaterstück „Unschuld“ gemacht ist.

Freitagabend hatte das Stück der Drei-Burgen-Schule Premiere. Dort gab es in der Aula anhaltenden Beifall für ein Theater, das zum Nachdenken aufrüttelt. Was passiert, wenn man eine Straftat beobachtet und nichts unternimmt? Wer ist Täter, wer ist Opfer? Unter der Regie von Sandra Bürger und Thomas Frankfurth wird deutlich, dass Wegschauen falsch ist.

Große Lob

Nach den Worten von Sandra Bürger hat das Stück zwei Wurzeln: Sie habe das Buch „Zebraland“ von Marlen Röder gelesen: „Jugendliche laden Schuld auf sich, weil sie an entscheidender Stelle nicht helfen.“ Die andere Wurzel seien Improvisationstechniken aus der Musiktheater-Arbeitsgemeinschaft, Szenen, die die Jugendlichen selbst entwickelt haben. „Super, schön gelaufen“, freute sich am Ende Schulleiter Dr. Dieter Vaupel: „Ich bin überrascht, was die Schüler selbst aus sich herausholen. Sie haben den Alltag auf die Bühne gebracht.“

Viele standen auf der Bühne

Viel Applaus gab es für die Theatergruppe mit Hosaam Angersbach, Sophie Bässe, Julia Becker, Julian Bender, Niklas Bickert, Cathy Bickert, Hannah Bläsing, Kimberly Bolte, Alexandra Claasen, Regina Fust, Marie-Chloe Gorissen, Bianca Hohmann, Milena Kerst, Dorothea Przyswitt, Christina Schade, Shirley Speyer, Emma Tanner, Sophie Werner, Anna-Katharina Wiens und Anita Wagner, verantwortlich für die Technik. (m.s.)

Quelle: HNA

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