Fachoberschüler zeigen am Donnerstag das Ergebnis ihres Schauspiel- und Film-Workshops

Theater statt Technik

Melsungen. „Ich habe einfach alles“, sagt Timo Schmidt, verschränkt die Arme vor der Brust und lehnt sich auf seinem Stuhl zurück. Mit arrogantem Blick redet der Schüler weiter: „Ich bin deutscher Meister im Handball und Basketball-Star in den USA.“

Einmal lügen, dass sich die Balken biegen: Das durften die Schüler der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen bei einem Workshop mit dem Theater 3 Hasen oben.

Filmcrew: Lukas Koch (links) beim Filmen seiner Mitschüler von links: Sefa Cetinkaya, Michelle Weiss und Maximilian Dickhaut. Gezeigt werden die Aufnahmen in der Schule.

In vier Tagen stellten die Elftklässler aus dem Bereich Sozialwesen und Technik eine Theater-Performance auf die Beine. Das Ergebnis des Workshops präsentieren die Schüler am Donnerstag unter dem Motto „Schöne neue Welt?“. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr in der Aula. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

„Kreativität kann man nicht machen“, sagt Silvia Pahl vom Theater 3 Hasen oben. Mit ihrem Kollegen Klaus Wilmanns versuchte sie trotzdem, gute Bedingungen für kreatives Arbeiten zu schaffen. „Die Schüler dürfen frei entscheiden, was sie machen wollen“, sagt Silvia Pahl. Einzige Vorgabe: Es sollte um die Weltauffassung der Schüler gehen.

Dabei herausgekommen, sind kurze Inszenierungen rund um die Lebenswelt der Schüler. Gezeigt werden die Stücke in mehreren von den Schülern selbst gestalteten Räumen in der Schule. „Perfektion streben wir mit dem Projekt nicht an“, sagt Lehrer Christoph Wandel.

In drei Gruppen Ideen verwirklicht

In drei Gruppen haben die Fachoberschüler ihre Ideen verwirklicht. Neben der Theatergruppe gab es eine Film- und eine Materialgruppe. Gefördert wird das Projekt Theater an Schulen vom Hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Pia Adamsky stand der Filmgruppe zur Seite. An der Universität Kassel betreute die Sozialpädagogik Studentin bereits mehrere Filmprojekte. Mit den Schülern machte sie nun einen Dokumentarfilm über den Workshop. Gedreht wurde mit Tablet-Computern. „Es geht nicht darum, die Schüler zu Kameraprofis zu machen“, sagt Pia Adamsky. Die filmischen Erstlingswerke der Schüler werden Donnerstagabend gezeigt.

Quelle: HNA

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