24 Hobbyschauspieler standen im Trutzhainer Dorfgemeinschaftshaus auf der Bühne

Heiteres um echte Helden

Zack, Bämm, Krachbumm: Johanna Meißner, Hannes Heidenreich und Debora Gerstung (von links) hatten als Superhelden alle Hände voll zu tun. Fotos:  Rose

Trutzhain. Einen wahrhaft zauberhaften Abend erlebten am Freitag die Zuschauer bei der Premiere der beiden Theaterabende in Trutzhain: Insgesamt 24 Akteure der Trutzhainer Bühne standen auf den Brettern im Dorfgemeinschaftshaus. Gleich zwei Stücke präsentierten die Hobbyschauspieler dem Publikum – den Anfang machte die Jugendgruppe.

Die Gäste erlebten das Fantasy-Märchen von Jan Peterhanwahr „Helden – Zack! Bämm! Krachbumm!“. Hinter dem etwas krawalligen Titel des Schauspiels verbargen sich heitere Ironie, fein gezeichnete Charaktere und schnelle Dialoge – und die jungen Leute zwischen zwölf und 18 Jahren setzten das perfekt um. Der Funke echter und ehrlicher Spielfreude und witziger Dialoge sprang sogleich auf das Publikum über. Immer wieder gab es Szenenapplaus.

Die Geschichte im Handy- und Facebook-Zeitalter schien maßgeschneidert auf die Akteure. Denn drei Hauptdarsteller Finn, Pip und Alex hatten echte Probleme: Von anderen Jungs wuden sie nicht ernst genommen, dazu gabs regelmäßig Ärger mit den Geschwistern. Da wäre es schön, ein Superheld zu sein. So wie ihre Idole Batman, Spiderman und Superman. Abhilfe schaffte eine Fee, die zugegebenermaßen mit jener aus einem Märchen bis auf den Zauberstab wenig gemein hatte.

Simon Scholz schlüpfte in die Rolle der Fee mit Bart, der man übel mitgespielt hatte: „Ich bin bei den Sieben Zwergen rausgeflogen“, parlierte sie. Keine Frage, für Simon Scholz war es eine Paraderolle, in der er viele Facetten komödiantischen Talents zeigte. In den Hauptrollen glänzten Debora Gerstung, Johanna Meißner und Hannes Heidenreich als unübliche Superhelden. Denn das Leben als Helden hatten sich die Drei in metallener Rüstung, als Motte und als Wesen mit Pfoten und Hörnern irgendwie anders vorgestellt. Doch als Finns Schwester verschwindet, Diamanten geraubt werden und Oberbösewicht – dargestellt von Charlotte Marx im hautengen Superhelden-Dress – auftaucht, zeigten die Drei, was in ihnen steckte.

In heiteren Episoden bewiesen die Jugendlichen großes Können und Gespür für Situationskomik und richtig gute Unterhaltung. Damit bereiteten sie den Boden für die Akteure des Schwanks „Zu früh gefreut“, die mit derselben Spielfreude agierten wie zuvor der Nachwuchs. Unterstützt wurde das Team wie immer von Helfern des TSV Trutzhain, die für Speisen und Getränke sorgten.

Theaterabend der Trutzhainer Bühne

Quelle: HNA

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