Thomas Raue will Bürger motivieren, weiter mit ihm die Zukunft zu gestalten

Ein hilfreicher Freund an seiner Seite im Büro: Neue Ideen skizziert der Habichtswalder Bürgermeister Thomas Raue gerne zunächst nur für sich auf ein Blatt Papier auf dem Flipchart. Foto: Quanz

Habichtswald. In Kürze wählen die Bürger der Gemeinde Habichtswald einen neuen Bürgermeister. Heute stelle wir den Amtsinhaber Thomas Raue vor. Er ist unzufrieden. Er ärgert sich. Die Fußballprofis des FC Schalke 04 sind derzeit nicht erfolgreich.

 „Ich kann es nicht leiden, wenn Leute ihr Potential nicht abrufen“, erklärt der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Habichtswald und bekennende Fan des Gelsenkirchener Fußballclubs.

Potential ist auch ein wichtiges Stichwort für ihn als Rathauschef. „Auch in Habichtswald müssen wir unsere Potentiale erkennen.“ Raue bezieht das auf viele Handlungsfelder, die ein Bürgermeister im Blick haben müsse. Ob Tourismus, Wirtschaft, Finanzen und Wohnen - der 48-Jährige ist stolz auf das Erreichte und verweist mit Nachdruck auf neue Ideen und Konzepte.

„Die Erneuerung der Zierenberger Straße in Dörnberg wurde seit langem gewünscht. Auch die Sanierung des Lohweges in Ehlen war überfällig“, sagt Raue. Er sei froh und stolz darauf, dass beide Projekte realisiert werden konnten.

Mit Blick auf den Tourismus verweist er auf den neu geschaffenen Eco-Pfad sowie den Habichtswaldsteig. Zugleich macht er aber auch deutlich, wo die Gemeinde Nachholbedarf hat. „Kommt ein Bus mit 50 Gästen, haben wir nicht genügend Übernachtungsmöglichkeiten“, sagt Thomas Raue.

Er will das ändern und hat so einige neue Ideen im Gepäck. „Ich möchte eine E-Bike-Station für Radler, die zum Beispiel den Dörnberg hochradeln wollen.“ Gerade für ältere Menschen sei dies ein vielversprechendes Angebot.

Selbstbewusst sagt Raue von sich: „Ich bin der Ideen- und Impulsgeber.“ Er möchte, dass die Habichtswalder wissen, „mit dem kann man was reißen.“ Bei der Entwicklung neuer Konzepte gehe er strukturell vor und betont die Professionalität, die immer gegeben sein müsse. Ein „guter Freund“ hilft ihm dabei: Der Flipchart, der in seinem Büro steht. Gelinge es nicht, eine Idee auf ein Blatt zu skizzieren, sei die Idee schlecht oder der Gedanke noch zu wirr.

Begeisterung übertragen 

„Ich will das Feuer, was ich bei mir entfache, die Begeisterung, auf andere Menschen in der Gemeinde übertragen“, sagt Raue. Nur im Zusammenspiel mit den örtlichen Vereinen und Institutionen könne die Entwicklung positiv vorangetrieben werden. Habichtswald ohne die Vereine und die vielen engagierten Bürger könne er sich nicht vorstellen. „Sie sind das Rückgrat.“ Deswegen müsse die Politik die Bürger mitnehmen und in Prozesse einbinden.

Damit das gut gelinge, arbeite Raue bis zu 60 Stunden in der Woche. Er ist ein Arbeitstier. Selbst abends zu Hause, wenn seine Familie vor dem Fernseher sitzt, setze er sich nochmal an den Schreibtisch, erzählt Raue.

Nicht alles hat geklappt 

Er gesteht aber auch ein, dass nicht alle Ideen tatsächlich umgesetzt werden können. Der Plan, einen Netto-Supermarkt in Dörnberg zu eröffnen, scheiterte. „Das hat leider nicht funktioniert“, gibt er zu. Man merkt, dass er sich ärgert. Sein Drang, neue Ideen zu entwickeln, wird dadurch aber nicht gehemmt.

Beim HNA-Lesertreff am Donnerstag, 11. September, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Dörnberg treffen Herausforderer Harald Klippert und Amtsinhaber Thomas Raue aufeinander.

Zur Person:

Thomas Raue (48) stammt gebürtig aus Bad Wildungen und wuchs im Stadtteill Mandern auf. Der Diplom-Verwaltungswirt lebt aus privaten Gründen im Edertaler Ortsteil Anraff, hat aber eine Wohnung in Ehlen. Er ist seit dem Jahr 2000 mit seiner Frau Katja verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder. In seiner Freizeit geht Raue joggen und im Urlaub liest er meist vier oder fünf Bücher. Begeistert ist er von den Kriminalromanen von Wolfgang Schorlau. Ebenso gern steht er mit seinem 12-jährigen Sohn auf dem Fußballplatz.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

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