Thorsten und Silke Putz erinnern sich an die Zeit als Fritzlarer Stadtprinzenpaar

Erinnerung an eine tolle Session: Das ehemalige Stadtprinzenpaar Thorsten und Silke Putz mit ihren Prinzenpuppen. Foto: Laumann

Wenn am 11. November um 11.11 Uhr das Fritzlarer Stadtprinzenpaar auf der Rathaustreppe proklamiert wird, können Thorsten und Silke Putz entspannt zuschauen. Die beiden haben all das hinter sich. Sie waren das Prinzenpaar 2015/2016 und erzählen, wie die fünfte Jahreszeit für sie war.

Fritzlar. Für sie war es immer wie eine Verwandlung. Wenn Thorsten und Silke Putz ihr karnevalistisches Ornat angezogen haben, wurde aus dem Verkaufsleiter und der Steuerfachangestellten das Stadtprinzenpaar Thorsten I und Silke I. Egal worüber sie sich vorher geärgert hatten oder was sie gestresst hat: Alles war für die nächsten Stunden vergessen. „Dann freuten wir uns auf die Musik, die Menschen, das Tanzen“, sagt Thorsten Putz. Dann wurde es für das Fritzlarer Stadtprinzenpaar immer ein „langer und lustiger Abend“.

Thorsten und Silke Putz erinnern sich gerne an die vergangene, an ihre Session. „Es ist eine Zeit, die wir nicht missen wollen“, sagt das Paar. Dabei sah sich Silke Putz noch drei Monate vor der Proklamation ganz und gar nicht als künftige Prinzessin. „Ich habe gesagt, ich mache das niemals. Wir werden niemals Prinzenpaar.“ Aber wie das so ist mit den Vorsätzen. Als das Paar gefragt wurde, sagten beide ja.

Einen Eindruck davon, was alles auf sie zukommen würde, hatten sie in der Session zuvor bekommen. Sie hatten ihre Freunde Marco I. und Caterina I. Faupel als Adjudanten begleitet.

Trotzdem: „Vorbereiten kann man sich auf den 11.11. nicht“, sagt Putz. Mit einer Mischung aus Respekt und Vorfreude gingen der 40-Jährige und die 39-Jährige in das karnevalistische Amt. 25 Jahre nachdem Thorsten Putz Kinderprinz war, jubelte er als Stadtprinz den Narren zu.

Mit der Proklamation begann der Stress. Die Session war kurz, es gab viele Termine. Auf dem heimischen Sofa schreibt das Paar seine Reden, hofft, dass die Grußworte beim Publikum ankommen.

Das Paar lässt sich auf den Karneval ein, tanz, schunkelt, singt mit - und hat Spaß. Höhepunkte waren für die beiden neben der Proklamation die Einweihung der Prinzenstraße und der Rosenmontagsumzug.

Einziger Wermutstropfen war die Resonanz beim Straßenkarneval. Wegen der Sturmwarnung am Morgen, waren viele Narren zuhause geblieben. „Wenn beim Höhepunkt nicht alle da waren, war es nur halb so schön“, erklärt Thorsten Putz.

Intensive Tage

Die Tage zwischen Weiberfasching und bis Rosenmontag seien die intensivsten gewesen. Da wurde fünf Tage durchgefeiert. Als Aschermittwoch plötzlich alles vorbei war, ist das Ehepaar in ein kleines Loch gefallen. „Da fragt man sich schon: Wo geht man heute hin“, sagt das Paar und lacht.

Und was ist ihnen von der Session geblieben? „Viele neue Bekanntschaften“, sagt Silke Putz. Darüber hinaus sind da noch die Prinzenfedern, das Prinzenbild im Flur, zwei extra für das Paar gefertigte Puppen, das Foto in der Ahnengalerie der Eddernarren sowie Erinnerungen an viele schöne Momente. Das Paar bleibt dabei: „Wir bereuen nichts.“

Quelle: HNA

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