Stadt legte ersten Bericht vor – Jugendkonferenz tagt am 27. Februar in Maden

So tickt die Jugendarbeit

Open-air am Maderstein: Das Konzert Good Noise mit einigen Bands gehörte im vergangenen Jahr zu den Veranstaltungen der städtischen Jugendpflege und der Jugendclubs. Kultur- und Bildungsarbeit gehören laut Jugendbericht zu den Schwerpunkten. Archivfoto:  zpb

Gudensberg. „Die Jugend ist besser als ihr Ruf“ – so betitelten die Autoren den ersten Jugendbericht, der den Stadtverordneten zur Kenntnisnahme und Kommentierung vorgelegt worden war. Eine durchaus positive Bestandsaufnahme der städtischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sei dort zu finden, waren sich die Stadtverordneten am Donnerstag einig.

Das Parlament hatte vor knapp 18 Monaten einen solchen Bericht angeregt, damit eine Konzeption der offenen Jugendarbeit erstellt werden könne. Aufgrund der jetzt verfügbaren Informationen sei es möglich, weitere Beschlüsse zur Jugendarbeit zu fassen, sagte Dirk Schütz (SPD).

Er nannte fünf Ziele für eine tragfähige offene Jugendarbeit in Gudensberg: • Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren sollen altersspezifische Angebote erhalten, • individuelle Besonderheiten der Stadtteile sollen berücksichtigt werden, • die Kooperation mit Vereinen und Verbänden sowie mit den Jugendpflegen im Chattengau gilt es auszubauen, • das Internet soll als Informationsplattform mehr als bisher genutzt werden, • Kinder und Jugendliche sollen bei Planungen und Vorhaben, die sie betreffen, mit einbezogen werden.

Um eine bessere Beteiligung der Jugendlichen zu erreichen, wird es am 27. Februar im Madener Gemeinschaftshaus eine erste Gudensberger Jugendkonferenz geben. Eingeladen sind Jugendliche von 13 bis 18 Jahren sowie Vertreter der Stadt und Mitglieder politischer Gremien.

Ziel ist es, die Wünsche und Ideen der Jugendlichen kennen zu lernen. Erst dann könne man darüber entscheiden, was davon realisiert werden kann.

Die Konferenz wird als „Open Space“ (offener Raum) organisiert sein, das heißt, die Teilnehmer schlagen zunächst Themen vor und bilden dazu Arbeitsgruppen. Die Ergebnisse werden von Teamsprechern am Schluss vorgestellt.

In dem Bericht stellen die Autoren neben den inhaltlichen Schwerpunkten auch die finanzielle Ausstattung der Jugendarbeit vor. 142 700 Euro sind im Haushalt 2011 für die Jugendpflege veranschlagt, 98 700 davon wird die Stadt selbst aufbringen.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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