Tipi-Camp in Neuenbrunslar eröffnet im Mai

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Test zur Documenta: Im Sommer 2012 hatte Wolfram Kaukars drei Tipis in seinem Garten in Dissen aufgebaut und dort Gäste übernachten lassen. Zelte wie dieses sollen bald auch in Neuenbrunslar neben dem Sportplatz stehen.

Neuenbrunslar. Wer diesen Sommer nach Neuenbrunslar kommt, wird sich ein wenig fühlen wie bei den Indianern: Denn am Sportplatz werden dann sieben große, weiße Tipi-Zelte stehen. Dort kann man von Mai bis September übernachten.

Damit geht für Wolfram Kaukars ein Traum in Erfüllung: Fünf Jahre lang hat der 46-Jährige, der in Gudensberg-Dissen lebt, darauf hingearbeitet.

"Ich bin leidenschaftlicher Kanu-Fahrer und bin beim Paddeln auf der Eder auch an Brunslar vorbeigekommen", erzählt er. "Das ist so eine schöne Ecke dort aber touristisch leider ziemlich vernachlässigt." Generell fehle es in der Region an Übernachtungsmöglichkeiten für Paddler.

Deshalb kam Kaukars die Idee, in Brunslar ein Tipi-Camp zu eröffnen, so dass Urlauber direkt am Flussufer übernachten können.

Kaukars wandte sich an den Felsberger Bürgermeister Volker Steinmetz, der sofort begeistert gewesen sei. Auch die Ortsvorsteher von Neuenbrunslar - anfangs Hilmar Löber, später Sascha Tümmler - hätten sein Vorhaben unterstützt. "Dafür bin ich sehr dankbar", sagt Kaukars.

Doch die bürokratischen Hürden waren hoch: So hoch, dass Kaukars nach einigen Jahren kurz davor war, das Projekt aufzugeben. Vier oder fünf Plätze hatte er im Auge - und dann doch wieder verworfen. "Der Flächennutzungsplan hätte geändert werden müssen, das hätte mich 20.000 Euro gekostet", erklärt Kaukars.

Schließlich wurde doch noch ein geeigneter Platz für das Camp gefunden: direkt am Sportplatz in Neuenbrunslar. Dort hat Kaukars nun bereits angefangen zu werkeln, bis Anfang Mai sollen die Zelte bezugsfertig sein. Neben einem großen Gemeinschafts-Tipi wird es sechs Schlafzelte geben, in denen jeweils bis zu sechs Personen übernachten können.

Warum gerade Tipis und keine gewöhnlichen Zelte? Kaukars ist begeistert von der indianischen Kultur. Seit Jahren baut er selbst Kanus nach Techniken, die schon die Indianer in Nordamerika angewendet haben.

Seine Kenntnisse will Kaukars auch an die Bewohner im Camp weitergeben: Man kann dort nicht nur schlafen wie die Indianer, sondern auch in Workshops lernen, wie man ein Kanu baut, Mokassins näht oder Pfeil und Bogen schnitzt, kündigt er an.

Infoveranstaltung: Wolfram Kaukars will am Dienstag, 4. März, ab 17.30 Uhr über das Tipi-Camp informieren. Treffpunkt ist der Trainingsplatz an der Eder in Neuenbrunslar, In den Worrgärten.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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