Wolfram Kaukars bietet Übernachtungen für documenta-Besucher an

Das Tipi ist der Renner

Übernachten im Tipi: Bei Wolfram Kaukars kann man in einem von drei Tipis schlafen, die in seinem Garten in Dissen stehen. Foto: Kiele

Dissen. Wolfram Kaukars bietet documenta-Besuchern zurzeit im eigenen Garten drei Tipis an: Sie sind jeweils 20 Quadratmeter groß und mit Heubetten ausgestattet. Der Bus nach Kassel fährt direkt vor der Haustür ab: In etwa 15 Minuten erreicht man die documenta.

Für die Zeit der Kunstschau wollte Kaukars ursprünglich in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule in einer Industriehalle in Kassel eine Übernachtungsmöglichkeit in Tipis anbieten. Jedoch kam die Zusammenarbeit nicht zustande.

„Es kommen viele kunstinteressierte junge Leute im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.“

Wolfram Kaukars

Da kamen seine Frau und er auf die Idee, im eigenen Garten ein kleines Zelt-Lager für Übernachtungsgäste aufzuschlagen. „Es kommen viele kunstinteressierte junge Leute im Alter zwischen 20 und 40 Jahren“, sagt Kaukars. Manchmal sind es auch Familien mit Kindern.

In Kaukars Garten geht es international zu: Franzosen, Belgier, Dänen und Japaner haben schon in den Zelten übernachtet.

Eigentlich hatte Wolfram Kaukars einen anderen Plan: Er wollte in diesem Jahr einen Outdoor-Erlebnispark in Neuenbrunslar eröffnen. Doch die Familienplanung hatte Vorrang. Kaukars ist Ergotherapeut. Sechs Monate im Jahr arbeitet er mit psychisch kranken Menschen in einer Arbeitstherapieeinrichtung. Das andere halbe Jahr gibt er Paddelschulungen, bietet gemeinsames Bootsbauen an und ist derzeit sehr mit seinem Tipi-Hotel beschäftigt.

„Ich hätte auch nicht gedacht, dass das so einschlägt“, sagt er zu den Zelten in seinem Garten. Ursprünglich kommt Kaukars aus Stuttgart, wohnt allerdings schon seit 25 Jahren in Nordhessen. „Ich finde es hier lebenswert und sehr schön.“ Seine Bilanz in Sachen Tipi: „Ich bin sehr zufrieden, weil auch die Gäste zufrieden sind.“

Von Franziska Kiele

Quelle: HNA

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