Landkreis hat Ratgeber für ältere Einwohner herausgegeben

Tipps für Senioren

Setzen sich für die Älteren im Kreis ein: von links Sonja Weidel vom Pflegestützpunkt, Pressesprecher Dieter Werkmeister, Landrat Frank-Martin Neupärtl, Hardi Limmeroth (Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats) und Asmuth Stüssel von der Sozialverwaltung mit dem Seniorenratgeber. Foto:  Brandau

Schwalm-Eder. „Wer keine Probleme haben will, sollte nicht alt werden.“ Diesen Satz seiner Oma hat Hardi Limmeroth, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats, nie vergessen. Doch der gute Rat der Limmeroth’schen Großmutter geht an der Realität vorbei. Trotz aller damit verbundenen Probleme werden die Menschen immer älter.

Der Schwalm-Eder-Kreis reagiert darauf: Er hat gerade einen stark erweiterten Seniorenratgeber herausgegeben. Es ist bereits die fünfte Auflage der Broschüre, sie gibt auf 44 Seiten Informationen. Da geht es um Mittagsangebote, Fahr- und Pflegedienste, betreutes Wohnen, Ehrenämter, die Arbeit des Kreisseniorenbeirates und des Pflegestützpunktes und vieles mehr.

Auch wenn man glaubt, längst alles rund ums Thema Seniorenarbeit im Landkreis zu wissen – der Leser wird garantiert von manchen Neuerungen, Angeboten, Dienstleistungen überrascht sein. Dieser Leser muss übrigens auch gar nicht zwangsweise die 60 überschritten haben: Die übersichtlich gestalteten Informationen sind auch für Angehörige von älteren Menschen mit Themen wie Patientenverfügung und Vollmachten interessant.

Sonja Weidel (Pflegestützpunkt), Asmuth Stüssel (Sozialverwaltung) und Dieter Werkmeister (Öffentlichkeitsarbeit) haben die Themen und Neuerungen zusammengetragen, viele Anzeigenkunden geworben und so dafür gesorgt, dass das Heft kostenfrei verteilt werden kann.

36 Prozent sind über 60

Der Ratgeber für Senioren ist ein weiterer Schritt auf dem langen, steinigen Weg, den der demografische Wandel auch in unserer Region vorgibt. In Zahlen liest sich das so: Im Schwalm-Eder-Kreis leben 181 000 Menschen. Davon sind 50 000 über 60 Jahre alt. Das sind 36 Prozent der Landkreisbewohner. Das Redaktionsteam muss sich also keine Sorgen um eine mangelnde Leserschaft machen.

Der Kreisseniorenbeirat sei dankbar fürs neue Heft, denn die Nachfrage nach solchen Information sei groß, sagte Hardi Limmeroth aus Niederbeisheim. Er sei ein wertvoller Ratgeber – sowohl wenn alles rund laufe im Leben älterer Menschen, als auch in Notfällen. Dann sei er ein Wegweiser durch den Dschungel der Behörden und Institutionen.

So schön der Satz der Limmeroth’schen Oma auch war: Altwerden ist gar nicht so schlimm. Zumindest nicht dann, wenn man die Alternative bedenkt.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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