Kita Arche Noah in Niedenstein eröffnet neue U3-Kindergruppe

Das gemeinsame Frühstück schmeckt: (von links) Niklas Wörpel, Pfarrer Johannes Böttner, Simon Heine, Domian Deobald, Erzieherin Ella Bergmann, Amelie Reisse, Kita-Leiterin Carmen Pflüger. Foto: Nickoll

Niedenstein. Bastian Enzeroth hat keine Zeit, sich die Nutella vom Mund zu wischen: Vom Frühstückstisch flitzt er so schnell es geht zur Spielburg.

Erst klettert er hinein, dann über eine Rutsche nach oben.

Bastian ist eines von zwölf Kleinkindern, das die neue Marienkäfergruppe der evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah in Niedenstein besuchen.

Es gab mehrere Gründe, warum die Krippengruppe gegründet wurde: Zum einen wegen der großen Nachfrage in Niedenstein und den Stadtteilen Ermetheis, Kirchberg, Metze und Wichdorf. „Von hier aus pendeln viele Eltern nach Kassel zur Arbeit, die ihre Kinder her bringen“, sagt Kita-Leiterin Carmen Pflüger. Zum anderen wegen des gesetzlichen Anspruchs auf einen Platz für Kinder unter drei Jahren.

Mehrmonatiger Umbau

Von Ende Juli bis Anfang Oktober wurde der Raum in der Kita umgebaut. Die Wände wurden gestrichen, ein neuer Linoleumboden verlegt und eine Spielburg umgebaut. „Die zweite Ebene, auf der Kinder spielen können, mussten wir raus nehmen, weil die Burg sonst zu hoch ist“, sagt Johannes Böttner, neuer Pfarrer in Niedenstein und Wichdorf. Ein Schreiner baute Tische und Hocker, die auf einem Podest stehen, so dass die Kinder und die zwei Erzieherinnen beim Essen auf Augenhöhe sitzen.

Auch die Toilette wurde kindgerecht umgebaut: „Sie ist höchstens 25 Zentimeter hoch“, witzelt Böttner. An den Wickeltisch wurde eine Holztreppe gebaut, damit Kinder selbst auf den Tisch klettern können. „Der ehemalige Zwischenraum wurde in einen Schlafraum umgewandelt“, so Pflüger. Dort hat jedes Kind eine eigene Schlafmatratze. Der Außenbereich wurde eingezäunt, damit die Kinder einen Bereich für sich haben.

Auch die Eltern beteiligten sich am Umbau des Raumes. An mehreren Abenden haben sie Wände gestrichen und Sitzbänke mit Teppichen bezogen. „Die Mütter haben viel genäht: Polster, Kissen und Kuscheldecken, dass war ganz toll.“ Bei der Gestaltung des Raumes sollen die Eltern wieder eingebunden werden. Maximal sieben Kinder unter drei kann die Kita aufnehmen. Für 2014 rechnet Pflüger mit steigender Nachfrage. Eine Warteliste gebe es aber noch nicht. „Bei den älteren Kindern haben wir mehr Kapazitäten.“

Von Nina Nickoll

Quelle: HNA

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