Rechtsextreme Lady folgt auf Roeder

Tochter bekannter Holocaust-Leugnerin erwarb Haus Richberg

Ex-Model und Holocaustleugnerin: Michèle Renouf Foto: dpa

Schwarzenborn. Der mehrfach verurteilte Rechtsextremist Manfred Roeder wohnt nicht mehr auf dem Knüllköpfchen in Schwarzenborn. Brisant: Als Hausherrin des Hauses Richberg, in der rechten Szene auch als der „Reichshof“ bekannt, trat in Schwarzenborn bereits die Mutter der neuen Eigentümerin auf: Lady Michèle Renouf.

Das ehemalige Fotomodell wird zum britischen Jetset gezählt. Die 67-Jährige ist aber vor allem als Unterstützerin von Holocaustleugnern bekannt und gilt selbst als überzeugte Holocaustleugnerin.

Das Anwesen hat Roeders Sohn Konrad verkauft. Rechtmäßige Eigentümerin ist laut Grundbucheintrag seit April Ludmilla Ivan-Zadeh. Die 31-Jährige ist die Tochter Renoufs aus ihrer ersten Ehe mit Daniel Ivan-Zadeh, einem aus Russland geflohenen Psychiater. Zu hören ist, dass Renouf das Anwesen als Wochenenddomizil nutzen will und dort Familie und Freunde empfangen möchte.

Mit gemischten Gefühlen betrachtet das Schwarzenborns Bürgermeister. „Wir hoffen, dass es keine politischen Probleme gibt“, sagt Jürgen Kaufmann, aber wir haben den Kauf nicht verhindern können.“ Für ein Vorkaufsrecht hätte die Stadt eine künftige öffentliche Nutzung nachweisen müssen.

Roeder, der in dem Schwarzenbörner Anwesen mit einem Bekannten gelebt hat, soll mit diesem zu dessen Lebensgefährtin in die Nachbarstadt Neukirchen gezogen sein.

Von Sylke Grede

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Quelle: HNA

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