"Der Tod" war zu Gast im Gudensberger Bürgerhaus

Wer er ist, das weiß man nicht: Der Berliner Comedian, der als gesichtsloser Schnitter durch die Lande zieht (oben links), stand am Wochenende auf der Bühne in Gudensberg und unterhielt sein Publikum „zum Sterben gut“. Mit von der Comedy-Partie war auch Luzi, die Tochter des Teufels, und die Praktikantin mit dem Namen Exitussi (rechts).

In seinem Programm „Happy Endstation" machte sich der Berliner Comedian, dessen bürgerlicher Name ein wohlgehütetes Geheimnis ist, übers Sterben lustig. Zum totlachen, befand das Publikum.

Sein Gesicht zeigte er nicht, aber alle wussten: Er ist der Tod. „Happy Endstation“ heißt das Programm, mit dem der Berliner Comedian, der auch um seinen Namen einen Mantel des Schweigens hüllt, auf der Bühne im Gudensberger Bürgerhaus stand.

Ansonsten hatte der Auftritt des Todes mit Stillschweigen sehr wenig zu tun. Mit viel Humor und einer Reihe makaberer Wortspiele, die nicht nur banal dahingesagte Sprüche waren, sondern oft einen tiefgründigen und gehaltvollen Hintergrund hatten, unterhielt der Künstler sein Publikum.

Begleitet wurde er dabei von seiner Praktikantin Exitussi, ebenfalls in Kutte mit Kapuze, diese aber in quietschigem Pink. Und schon ging sie los, die Reise in die Unterwelt des Wortwitzes.

Gags zum Totlachen

Der Abend strotzte nur so vor Gags zum Totlachen. Los ging es mit dem Fährmann, der Werbung für die Überfahrt ins Jenseits machte. Luzi, die Tochter des Teufels, pries einen Trip in die Hölle an und der Tod ging durch die Reihen, um schon mal Neukunden für das Jenseits anzuwerben. Schließlich hätten alle Anwesenden schon gebucht und gingen einmal auf die letzte Reise. Lediglich die Abfahrtszeiten variierten.

„Diephone“, „knallpinkes Gummifloß“ über den Jordan und „Schweizer Klappsense mit Spachtel zum Abkratzen“, es drehte sich alles um den Tod und das, was damit zu tun hat.

Doch Angst hatte keiner vor dem dunklen Gesellen auf der Bühne. Wie auch, wenn eine Gestalt in Kutte vor einem steht und sagt: „Sterbi“, denn im Deutschen bilde man die Befehlsform schließlich mit „i“. Er ist eben ein lustiger Kerl, der Tod mit hoher Stimme. Das fand das Publikum auch und honorierte das Programm mit viel Gelächter und Applaus.

Quelle: HNA

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