Todesumstände immer noch unklar: Ermittlungen nach Unfall in Homberger Praxis laufen weiter

Schwalm-Eder. Der Fall Karl S. ist noch nicht abgeschlossen. Die genauen Todesumstände des 80-Jährigen seien noch nicht ermittelt, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Hans-Manfred Jung aus Kassel. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen zwei Ärzte und drei Schwestern.

Karl S. war am 8. Februar 2009 in Kassel im Klinikum an der Schwere seiner Verletzung gestorben, die er sich in einer Praxis der Homberger Asklepiosklinik zugezogen hatte.

Das abschließende Gutachten der Rechtsmedizin in Göttingen steht noch aus. Prof. Dr. Klaus-Steffen Saternus, Direktor der Abteilung Rechtsmedizin, hat noch nicht entschieden, ob aus gerichtsmedizinischer Sicht etwas falsch gemacht wurde. Man verlasse sich bei der Bewertung des Falls auf das Gutachten des Sachverständigen, sagt Jung. Er rechne noch in diesem Jahr mit einem Ergebnis.

Das geschah damals: Karl S. fuhr am Mittwoch, 4. Februar, zu einer routinemäßigen ambulanten Darmspiegelung in die Praxis eines niedergelassenen Arztes. Begleitet wurde er von seiner Schwester. Behandelt werden sollte er in einem Untersuchungsraum der Asklepiosklinik. Im Behandlungsraum muss es zu einem Unfall gekommen sein. Es gab Gerüchte, dass Karl S. von einer Operationsliege gefallen oder diese mit ihm zusammengebrochen sei.

Bekannter Posaunenspieler

Fest steht, dass Karl S. noch am Tag des Eingriffs in das Klinikum Kassel verlegt wurde. Dort starb er am Sonntag, 8. Februar. Karl S. war im Landkreis bekannt. Viele Jahre war er der Posaunespieler der Musikgruppe „Schaller-Kapelle“, die jetzt „Silberberg-Musikanten“ heißt.

Jung weist daraufhin, dass es sich auch um die Verkettung unglücklicher Umstände gehandelt haben könnte. (ddd)

Quelle: HNA

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