Tönges hält die Zügel fest - Wolfhager ist seit 20 Jahren Hobbykutscher

Wolfhagen. Für Dirk Tönges aus Wolfhagen liegt das Glück beinahe auf dem Rücken der Pferde. Denn der 49-jährige Küchenleiter arbeitet seit 20 Jahren als Hobbykutscher und liebt die Ausflüge ins Grüne.

Bei Dirk Tönges melden sich aber nicht nur Kutschfreunde, sondern vor allem Brautpaare, die den schönsten Tag in ihrem Leben mit einer Kutschfahrt zu einem besonderen Erlebnis machen wollen.

Angefangen hat der Wolfhager mit Turnierreiten, musste aber aufgrund beruflicher Verpflichtungen die Leidenschaft zu den Pferden zunächst aufgeben. Mit Ende zwanzig fand Dirk Tönges den Weg wieder zu den Vierbeinern und absolvierte einen Kutschführerschein. „Das Besondere an den Kutschfahrten ist die Arbeit mit den Pferden, das Fahren durch die Natur und der Ausgleich zum anderen Beruf“, erklärt der Wolfhager.

Der Beruf des Kutschers ist sehr alt. „Früher haben die Leute damit ihr Geld verdient“, sagt der Wolfhager. Heute sei der Kutscherberuf eher ein Hobby. „Allein wegen des Straßenverkehrs ist der Kutscher als Hauptberuf kaum möglich.“ Denn heutzutage müsse alles schnell gehen.

Neben zwei Kutschen besitzt Dirk Tönges fünf Pferde, davon drei Kutschenpferde. Sein Spezialwissen hat der 49-Jährige nicht nur während des Kutschführerscheins, sondern vor allem durch seine jahrelange Erfahrung mit den Pferden gesammelt. „Gerade im Straßenverkehr passieren viele Unfälle.“ Daher müsse man die Pferde verstehen, um richtig zu reagieren.

Für die Kutschfahrten hat sich der Küchenleiter extra zwei Friesen gezüchtet. „Diese Pferde sind etwas ruhiger, nicht zu temperamentvoll, aber auch nicht zu langsam.“ Die tägliche Arbeit, die mit den Pferden anfalle, sei sehr umfangreich. „Wenn meine Familie da nicht hinter mir stände, wäre das nicht möglich.“

Für Dirk Tönges ist die Arbeit als Kutscher mehr als nur ein Hobby. „Es sind immer besondere Momente, wenn ich Hochzeitsfahrten habe und das Brautpaar mich schon vom weiten sieht“, betont der Wolfhager. „Das Leuchten in den Augen ist sehr schön.“

Das Hobby gibt dem Küchenleiter den nötigen Ausgleich zum hektischen Alltag. „In der freien Natur zu sein und der Umgang mit den Pferden bereiten mir Glücksgefühle.“ Umso wichtiger sei dem Wolfhager, diesen alten Beruf noch lange Zeit auszuüben. „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass das alles so bleibt und ich immer weiter fahren kann.“

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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