Ursulinenschule und Schule am Dom tafelten gemeinsam und lernten sich kennen

An die Töpfe, fertig, los!

Gemeinsam tafelten sie wie im Mittelalter: Kim Kirsch (Ursulinenschule) und Stefan von der Schule am Dom, hinten die Schüler beider Schulen an der Tafel. Foto: Bayer

Fritzlar. Im Rittersaal findet ein Festbankett statt. Es erklingt Flötenspiel und von den Wänden hängen bunte Banner herab. Hungrige Ritter, Knappen und Mägde haben sich an den Tischen eingefunden.

Bevor die Möhrensuppe aufgetafelt werden kann, müssen allerdings noch die Tischsitten vorgelesen werden: „Waschet euch die Hände vor dem Essen,“ heißt es. Gesagt, getan. Eine Schale mit Rosenwasser macht zur traditionellen Handwaschung die Runde. Schließlich erhebt sich Sir Kevin und heißt seine Gäste willkommen.

Zu denen gehörte auch Larissa Bischof von der Ursulinenschule in Fritzlar. „Man fühlt sich wirklich in eine andere Zeit versetzt,“ staunte die Schülerin. Gemeinsam mit ihren Mitschülern war sie von den Schülern der Schule am Dom in Fritzlar, die hinter den mittelalterlichen Kostümen stecken, eingeladen worden.

Anlass war die gemeinsame Teilnahme am Wettbewerb „An die Töpfe, fertig, los! – Freundschaft geht durch den Magen.“ Dazu luden sich eine Förderschule und eine allgemeinbildende Schule gegenseitig ein und bekochten die jeweiligen Gäste. Nach den beiden Treffen erstellten die Schüler eine Dokumentation und reichten sie der Jury ein.

Eine Woche Vorbereitung

Die Fritzlarer Schüler hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Matthias Trömner, Schüler der Schule am Dom, berichtete von den Vorbereitungen, die fast die ganze Woche gedauert hätten. Dabei half Steffen Albracht mit Beschriftungen und Kostümen, der Verein „Vergessene Welten“ stellte das Geschirr.

„Natürlich wollen wir gewinnen,“ sagte Lehrerin Petra Hillebrand (Schule am Dom), „aber es geht in erster Linie um die Aktion an sich.“

Die beiden Schülergruppen sollten sich begegnen, einander kennenlernen und Unsicherheiten abbauen. Man merkte: Das klappte schon ganz gut. Eine Rolle spielte sicherlich, dass es allen so gut schmeckte. Die Schüler unterhielten sich und lachten miteinander. Letzteres vor allem beim gemeinsamen Tanz nach dem Hauptgang.

Damit wäre übrigens eine weitere mittelalterliche Tischsitte erfüllt: „Ein Recke muss bei Tisch guten Benimm zeigen, hofieren und tanzen.“

Von Till Bayer

Quelle: HNA

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