Geländewagen-Fahrer trafen sich in Ostheim zur Deutschen Meisterschaft

Tolle Autos am Start

Geländewagen-Fahrer unter sich: Ronny Simon und Steffen Dziersk (von links) vom Automobil-Sport-Club Melsungen betreuten die Fahrer aus ganz Deutschland, hier zum Beispiel Andreas Riethmüller aus dem Schwabenland und Beifahrerin Nicole Feldwieser. Foto: M. Berger

Malsfeld. Zwischen Regen und Schlamm bahnten sich am Wochenende in Malsfeld Geländewagen ihren Weg: Eingeladen hatte der Melsunger Automobil-Sport-Club (ASC), der am Wochenende auf dem ADAC-Gelände bei Ostheim die Endläufe der Deutschen Geländewagen-Meisterschaften ausrichtete.

„Wir haben etwa 70 Starter aus der gesamten Bundesrepublik“, sagte Organisator und Mitinitiator Steffen Dziersk von der Yetijäger-Abteilung des ASC. In verschiedenen Klassen sei alles dabei - vom Einsteiger, der sein Privatauto eher unspektakuläre Hänge hochjagt, bis zum Profi, der mit selbst gebauter Geländemaschine unwegsame Steigungen bewältigt.

In acht Klassen durften die Piloten am Wochenende herauszufinden, wer bundesweit der beste Geländepilot ist. Nur die Mitglieder des ASC nicht - Steffen Dziersk erklärte das so: „Weil wir in diesem Jahr die Endläufe organisieren und das Gelände hier sehr gut kennen, dürfen wir nicht am Wettbewerb teilnehmen.“ Stattdessen organisierten die Geländewagenfahrer des ASC die Veranstaltung und bekamen den Durchschnittswert ihrer vergangenen Läufe gutgeschrieben.

„Unser Gelände ist für diesen Wettbewerb wie geschaffen“, sagte Platzwart Norbert Faber. Deshalb sei es seit zwei Jahren offizielles Wettkampf-areal für den Motorsport.

„Hier können Anfänger und alte Hasen gleichermaßen ihrem Sport frönen“, sagte Norbert Faber. So wie Thomas Nest aus Karlsruhe. Der ambitionierte Geländewagen-Fahrer und Vize-Europa- und Deutschlandmeister steuert seit einem Vierteljahrhundert seine selbst zusammengeschraubten Fahrzeuge. „Ich liebe diesen Sport einfach, kann nicht ohne“, sagte der Karlsruher. „Im Lauf der Jahrzehnte habe ich diverse Wagen gebaut und gefahren.“ Ähnlich hält’s der amtierende Deutsche Meister, Andreas Riethmüller. Auch er plant und konstruiert seine Fahrzeuge im Alleingang und ist seit sechs Jahren dabei. An seinem orangefarbenen Auto schraubte er sage und schreibe drei Jahre, bis es fertig war.

„Offroad ist ein bezahlbarer Sport“, sagte Steffen Dziersk. „Und bringt die Leute zusammen.“ Zur Geländewagen-Szene gehörten Menschen aller Schichten, weiß der engagierte Motorsportler: „Egal ob Doktoren, Unternehmer oder Arbeiter – hier sind wir alle gleich viel wert.“ (zbg)

Quelle: HNA

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