20 Jahre Jungschar-Bus - Kinder stellten der Öffentlichkeit eigene Bauwerke am Kehrenbacher Sportplatz vor

Tolle Verstecke im Holzhüttendorf

Vier Hütten, viele Kinder: Diese Vier- bis 13-Jährigen haben in acht Wochen vier Hütten gebaut. Einige Eltern haben geholfen. Die Idee dazu stammt von Jugenddiakon Hans-Günther Späth (rechts). Vorn, von links Simon Hermes (4), Nadine Herchenhahn (7) und Laura Vockeroth. Foto: M. Berger

Kehrenbach. Die Jugend stärken und schützen, für ein besseres Leben und für die Nähe zu Gott - das hat sich der Melsunger Jugenddiakon Hans-Günther Späth auf die Fahnen geschrieben. Um dieses Motto mit Leben auszufüllen, baut der 53-Jährige mit seinen Schützlingen von der Jungschar in aller Regelmäßigkeit Hüttendörfer - dieses Jahr auch in Kehrenbach.

„Der Zeitpunkt passt echt gut“, sagte Späth. Denn seit 20 Jahren ist der Jungschar-Bus im Kreisteil Melsungen unterwegs. Anlässlich des 20. Geburtstages präsentierten die Kinder und Jugendlichen ihre vier Bauwerke beim Sportplatz des Melsunger Ortsteils, und alle Eltern und Verwandten waren gekommen, um sich das Ergebnis der insgesamt achtwöchigen Arbeit anzuschauen.

Die Idee hinter dem Hüttendorf erläutert Hans-Günther Späth so: „Kinder brauchen mehr denn je Verstecke.“ Und zwar Verstecke, in denen sie geborgen sind, aufatmen können und unter Gottes ganz besonderem Schutz stehen, sagt der Diakon. In dieser vom Leistungsdruck geprägten Zeit sei ein solcher Rückzugsort geradezu notwendig.

Geschmack getroffen

Im Hüttendorf hatten die Vier- bis 13-Jährigen ausreichend Gelegenheit, ihre handwerklichen Fähigkeiten zu entdecken oder auszubauen, zieht Hans-Günther Späth Bilanz. Das traf offenbar den Geschmack der Kinder. „Ich mache viele Handwerkssachen“, sagt beispielsweise der elfjährige Niclas Falk. „Deswegen hat mir das Hüttebauen richtig gut gefallen.“

Für Silas Pape waren solche Bauarbeiten eine Premiere. Dabei gab sich der Neunjährige motiviert: „Ich hab so was noch nie gemacht, deshalb wollte ich das unbedingt ausprobieren.“

Die Arbeit von Diakon Hans-Günther Späth sei neben den Sportvereinen die einzige Jugendarbeit, die es in den Melsunger Ortsteilen gebe, sagte Ortsvorsteher und Stadtverordneter Günther Schmoll. „Und der Hüttenbau ist doch wirklich ein geniales Projekt“, findet er.

Viele leisteten Beitrag

Finanziert wurde das Ganze teils mit den Teilnahmegebühren der Kinder und teils mit Zuschüssen vom Kirchenkreis, von der Landeskirche Kurhessen-Waldeck und vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen, teilte Hans-Günther Späth mit. Das Hüttendorf von Kehrenbach ist für die Kinder jedenfalls Gold wert.

Von Markus Berger

Quelle: HNA

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