Die Homberger Big Band Störlampe feierte ihren 40. Geburtstag mit einem Konzert

Ein toller Familienabend

Macht seit 40 Jahren mitreißende Musik: Die Band Störlampe des Homberger Theodor-Heuß-Gymnasiums feierte am Samstag ihr 40-jähriges Bestehen in der Homberger Stadthalle. Rechts Gründer Bernd Herbold. Foto: Meinicke

Homberg. Von Tempo 0 auf 100 kam das Publikum in der Homberger Stadthalle, als am Samstagabend die „Blue Heaven Jazzmen" zum Swing anstimmten. Kein Wunder, hatten sich hier doch überwiegend Fachleute versammelt.

Ob Lehrer oder Musiker, der große Freundeskreis der Band Störlampe von der Theodor-Heuss-Schule hatte sich eingefunden, um das 40-jährige Bestehen der Big Band zu feiern.

Albrecht Schmücker, Bandleader der Kasseler Jazzmen, moderierte, während die Musiker den Besuchern mit Klassikern und Eigenkompositionen einheizten. So war die Stimmung bereits auf dem Höhepunkt und der Beifall brandete auf, als die 25 Mitglieder der Störlampe auf die Bühne marschierten. Erleichtert lächelte Dr. Christian Nöding, als nach dem „Chattanooga Choo-Choo“ klar wurde, dass der Auftritt gelingt.

Viel Kraft investiert

Denn seit März hatten sich die Musiker alle zwei Wochen getroffen, um zu proben. Zu hören war Soul mit Mundharmonika Solo, „Saturday Night“-Funk oder Crocodile Rock, gesungen von Knut Basse mit seiner Reibeisenstimme.

Dann wurde Bernd Herbold auf die Bühne gebeten. Ihm als Gründer der Störlampe vor 40 Jahren war dieser Abend gewidmet. Als er noch einmal die Arme hochriss um zu dirigieren, war deutlich die Kraft zu spüren, mit der er vier Jahrzehnte lang den Jazz-Zug vorangetrieben hatte. Nun übergab er den Dirigentenstab an Dr. Christian Nöding.

Spätestens jetzt wurde deutlich, dass es um mehr ging, als die Musik zu genießen. Jutta Blau, einst selbst Schülerin der THS, verwies auf die nahezu magischen Verbindungen, die Saal, Empore und Bühne miteinander verbanden.

Da waren die einstigen Musiklehrer und ihre Schüler, die ebenfalls diesen Beruf ergriffen hatten. Deren Kinder spielten in der Störlampe und an den Tischen saßen wiederum deren Kinder. Dr. Christian Nöding sprach von Ehen, die zwischen Bandmitgliedern geschlossen wurden und „erstaunlicherweise immer noch halten“. Herausragend war die musikalische Qualität.

Doch die eigentliche Bedeutung lag im Feiern eines wunderbaren Familienfestes. Der nicht enden wollende Beifall erzwang viele Zugaben. Doch dann war Schluss, denn, wie Bernd Herbold sagte: „Alles hat seine Zeit.“

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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