Lions Club organisierte ein Benefiz-Konzert mit der Backstage Big Band

Swing aus Osthessen: Die 26 Musiker präsentierten ihr Repertoire mit viel Rhythmus im Blut und immer wieder auch mit Soloeinlagen. Foto:  Schüler

Melsungen. Einen swingenden Start ins neue Jahr erlebten 120 Zuschauer beim Benefizkonzert des Melsunger Lions Clubs am Samstag in der Stadthalle. Aus Fulda waren die 26 Musiker der Backstage Big Band angereist, eine Mischung aus klassischem Swing, Jazz und Rock’n Roll im Gepäck und mit viel Rhythmus im Blut.

Ein musikalisches Aha-Erlebnis sorgte schon beim zweiten Stück für ein Raunen im Publikum: „Cute“ heißt der Titel, besser bekannt als Erkennungsmelodie der HR3-Sportschau vor 30 Jahren. Dabei brillierte Claus Wangorsch mit einem Trompetensolo.

Der typische Sound der Big Band mit präzisen Akzenten durch die Bläser und als Kontrast dazu die samtige, fast soulige Stimme des Sängers Jochen Michel versetzten den Saal dann in die Zeit der Fünfzigerjahre, als Frank Sinatra und Count Basie ihre großen Auftritte hatten. „I’ve Got You Under My Skin“ hat in dieser Interpretation auch heute nichts von seinem Charme verloren.

Und wer einen Blick ins Publikum warf konnte sehen, dass Rhythmen und Melodien auch bei den Zuschauern unter die Haut gingen und sie im Takt mitswingen ließen.

Immer wieder sorgten Soloeinlagen für Applaus, bei dem Titel „Spain“ von Chick Corea gleich vier Mal: Klaus Hässler am Bass Flügelhorn, Erwin Fauss am Tenorsaxophon, Claus Wangorsch an der Trompete und Kurt Adolph an der Gitarre bewiesen, dass auch eine Band von Hobby-Musikern professionelle Musik machen kann.

Der musikalische Leiter der osthessischen Band, Robert Klier, stammt aus Malsfeld. Bei der, wie er selber moderierte, richtig rockigen Nummer des Abends „Hanky Panky“ von Bob Mintzer zeigte er auch als Solist am Saxophon sein Können.

Noch ein Talent gab es an dem Abend zu entdecken. Stimmgewaltig kam Ute Krönung daher und interpretierte temperamentvoll „Orange Coloured Sky“ von Nat King Cole. Einschmeichelnd wie in einem exklusiven Nachtclub sang sie die Ballade von den Engelsaugen: „Angel Eyes“.

Kein Wunder, dass der Ruf nach Zugaben nicht verstummte, nachdem die Band zwei weitere Stücke gespielt hatte: „Ain’t That Kick In The Head“, bei dem Jochen Michel den Gesang des oft alkoholisiert auftretenden Dean Martin imitierte, sowie den Worksong.

Klarer Favorit bei der Frage des Bandleaders, welches Stück denn noch einmal gespielt werden sollte war „Ulla in Africa“ von Peter Herbolzheimer, ein Stück das wie ein Choral beginnt und dann in fetzigen Rhythmen endet.

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Quelle: HNA

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