Frau entdeckte Hündin in den Ederauen

Toter Dackel trieb in Tümpel: Frau entdeckte Hündin in den Ederauen

+

Beuern/Wabern. Als sie sah, was da im Wasser lag, erschrak sie furchtbar: Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierheims in Beuern fand in den Waberner Ederwiesen einen toten Dackel. Das Tier trieb leblos in einem Tümpel, sein Körper war bereits stark aufgedunsen.

Die Frau alarmierte Mitarbeiter des Tierheims, die nach Absprache mit der Polizei die tote Hündin aus dem Wasser bargen.

Das ist nun eine gute Woche her – die Tierschützer warten seitdem darauf, dass sich bei Polizei oder Tierheim jemand meldet, der verzweifelt auf der Suche nach seinem Dackel ist. Bislang hat das Tierheim die Geschichte nicht publik gemacht: „Wir wollten nicht, dass der Besitzer der Hündin aus der Zeitung erfahren muss, dass sein Hund tot in den Ederauen lag“, sagt Ralf Pomplun, Vorsitzender des Tierheims in Beuern.

Anfangs habe er ja noch geglaubt, dass es sich um einen Jagdunfall gehandelt haben könnte, denn die schwarz-braune Hündin hatte einen kupierten Schwanz. Und den, sagt Pomplun, trügen fast ausschließlich Jagdhunde. Quasi als Vorsorge dafür, dass sich die Hunde im Dickicht nicht mit der Rute in den Ästen verfangen. Doch an die These eines Jagdufalls glaubt Pomplun nicht mehr: „Der Jäger hätte längst alle nur erdenklichen Quellen angezapft, um sein Tier zu finden.“

Auch der Gedanke, dass jemand den Kadaver seines Hundes einfach im Tümpel entsorgt hat, ist für Pomplun völlig abwegig: „Jedem Hundebesitzer mit Herz liegt daran, dass er sein Tier beerdigen kann – das wirft doch niemand einfach in einen Teich.“

Für ihn bleibt nach all diesen Ausschlusskriterien nur die schlimmste Variante übrig: Eventuell, sagt er, habe jemand den Hund in den Ederauen getötet, ihn im Teich ertränkt und einfach im Wasser liegen lassen. „Wenn das wirklich so gewesen ist, dann muss das gesetzlich geahndet werden“, sagt Pomplun.

Jetzt werden Zeugen gesucht, die Hinweise geben können, um den Eigentümer zu ermitteln. Die schwarz-braune Dackelhündin, die da im Wasser trieb, trug eine Tätowierung im rechten Ohr, die aber nicht mehr lesbar ist. Zudem hatte der Hund einen Verband am rechten Vorderbein. (bra)

Hinweise: Polizei Fritzlar, Tel. 05622/9966-0 oder Tierheim Beuern, Tel. 05662/6482

Quelle: HNA

Kommentare