Brauchtumspflege wird bei der Trachtengruppe Seigertshausen groß geschrieben

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Die Trachtengruppe Seigertshausen, hinten der markante Kirchturm des Ortes unterhalb des Knülls. Ganz links ist Günter Schoppe (90) zu sehen.

Neukirchen. Seit mehr als 50 Jahren führt die Trachtengruppe Seigertshausen die Schwälmer Traditionen fort. Dabei hat sie selbst durch ihr Markenzeichen, die Mandoline, schon eine Tradition gestiftet.

Im Mandolinespielen sowie im Tanzen, Singen und im Vortrag in Schwälmer Mundart werden den Jüngsten aktuell von Helga George geschult.

Und das, was da seit mehr als einem halben Jahrhundert gepflegt wird, ist schon weltweit bewundert und beklatscht worden. Von Japan bis zur Patenschaft mit Ungarn, von New York bis Brasilien, reichen die Verbindungen der Seigertshäuser Schwälmer, erzählt Jürgen Göbel, Vorsitzender des Vereins.

Karl Göbel, Ludwig Schmerer und Günther Schoppe hatten das Mandolinespielen Anfang der 50-er Jahre begonnen. Das wurde damals sogar im schulischen Musikunterricht praktiziert, erzählt Göbel.

Nicht ohne Mandoline

Die Begeisterung für die Mandoline ist nach so vielen Jahren nicht verloren gegangen. Heute übt Helga George mit dem Nachwuchs jede Woche. Etwa ein Jahr benötigen die Mädchen und Jungen, um die wichtigsten Grundgriffe an dem zierlichen Saiteninstrument zu erlernen.

In eigentlich jedem Haushalt in Seigertshausen ist mindestens eine Mandoline sowie eine Tracht zu finden, so Helga George, eine Ausstattung für Beginner steht jederzeit zur Verfügung, „die Kinder sind mit Spaß und Interesse bei der Sache.“ Selbst aus den Nachbardörfern treten junge Mädchen in den Verein ein, weil sie die Tradition von Oma und Mutter weiterführen wollen.

Helga George trägt auch selbst zu Festtagen die Tracht, sie gehört zum heute etwa zehn Personen umfassenden harten Kern der Gruppe, die meist von Kindesbeinen an dabei sind. Im Aufbau der Gruppe gibt es drei Altersklassen, von ganz jung bis alt. Nachwuchssorgen sind kein Thema.

Durch die vielen Auftritte und Erlebnisse erinnern sich Jürgen Göbel und Helga George gerne an vergangene Jahre mit der Tracht und freuen sich auch auf kommende Zeiten, in denen sie die Schwälmer Tradition weiterführen werden.

Weitere Information: http://zu.hna.de/seigert

Quelle: HNA

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