Förderverein bekam viel Unterstützung

Tränkeborn am Weidelsberg in neuem Glanz

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Kleines Schmuckstück am Fuße des Weidelsbergs: Der Tränkeborn, einst Quelle für die Trinkwasserversorgung auf der Burg, wurde saniert und neu eingefasst. Fördervereinsvorsitzender Heinrich Bachmann (links) erläuterte den Gästen das Projekt.

Ippinghausen. Ohne sie gäbe es vielleicht keine Weidelsburg: Die Quelle am Fuß des Weidelsberges bescherte einst den Bewohnern der wuchtigen Festung hoch oben auf dem Basaltkegel bei Ippinghausen das nötige Trinkwasser. 

Der Tränkeborn, so der Name des Wasserspenders, wurde jetzt auf Initiative des Fördervereins zur Erhaltung der Weidelsburg saniert und neu gefasst.

Die Quelle schüttet längst nicht mehr so üppig wie noch zu Zeiten des streitbaren Ritters Reinhard von Dalwigk, es reicht noch für ein Rinnsal. Aber dem umtriebigen Förderverein, der in den vergangenen Jahren den heutigen Burgherrn Hessen-Forst so tatkräftig bei der Sanierung Nordhessens größter Burgruine unterstützt hat, ist vor allem wichtig, den Lebensraum Burg Jahrhunderte nach der Blütezeit der ritterlichen Herrschaft in der Region nachvollziehbar zu machen. Und dabei beschränkt man sich nicht nur auf das steinerne Bollwerk auf 492 Metern Höhe, sondern auch auf das Umfeld. In diesem Zusammenhang spielte die Versorgung der Burgbewohner mit Frischwasser eine wichtige Rolle.

Tränkeborn verfallen

Als sich der Förderverein des Tränkeborns annahm, war er kaum noch als ehemalige Wasserzapfstelle zu erkennen. Zuletzt, so Heinrich Bachmann, war der Tränkeborn während der Freilegungs- und Sanierungsphase der Weidelsburg zwischen 1930 und 1935 bearbeitet worden. Er sei aber bald wieder verfallen, „insbesondere in den vergangenen drei Jahrzehnten“, sagte er. Das sollte sich ändern. Nachdem im November vergangenen Jahres der Basaltbruch Katzenloch mit Fördermitteln der Naturschutzbehörde von Gestrüpp und anderem Bewuchs befreit wurde, nahm sich der Förderverein der alten Burgquelle an. „Die Sanierung des Tränkeborns ist vorerst das letzte größere Projekt, das der Förderverein in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Naturpark Habichtswald und dem Grundeigentümer Hessen-Forst, vertreten durch das Forstamt Wolfhagen, umgesetzt hat“, so Bachmann.

Großzügige Unterstützung

Die Sanierungskosten bezifferte er auf rund 8000 Euro, wovon die eine Hälfte durch Eigenleistungen und Materialsponsoring aufgebracht wurde, die andere Hälfte spendierten großzügige Unterstützer. Auf Vermittlung von Landrat Uwe Schmidt gab die Kasseler Sparkasse 3500 Euro als „Anschubfinanzierung“, so bezeichnete es Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender des Geldinstituts. Mit 500 Euro beteiligte sich die EAM an dem Projekt.

Die Stadt Naumburg lieferte kostenfrei 20 Basaltstelen im Wert von je 150 Euro. Die Eigenleistungen wurden durch Mitarbeiter des Naturparks Habichtswald, der kreiseigenen Beschäftigungsgesellschaft Agil, dem Bauhof Wolfhagen und Vereinsmitgliedern erbracht.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde weihte der Verein mit Gästen den sanierten Tränkeborn ein. Und dabei wanderte man auch ein Stück auf dem Eselspfad, auf dem einst das Brunnenwasser in Fässern zur Burg transportiert wurde.

Quelle: HNA

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