Grund für Rücktritt: Schlechter Zustand des Trainingsplatzes

Trainer des Vereins Kickers Wolfhagen hat hingeschmissen

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Die Zuweisung des Sportplatzes an der Pommernanlage in Gasterfeld als künftigem Gelände für Heimspiele wird in der Mail als Grund für den Rücktritt angegeben.

Wolfhagen. Klaus Kümmerle hat als Trainer der Kickers Wolfhagen hingeschmissen. Das geht aus einer E-Mail hervor, die der Vereinsvorsitzende Niyazi Karahan an Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos), Fraktionsvertreter im Stadtparlament und Mitglieder der Flüchtlingsarbeit geschickt hat.

Die Zuweisung des Sportplatzes an der Pommernanlage in Gasterfeld als künftigem Gelände für Heimspiele wird in der Mail als Grund für den Rücktritt angegeben.

In dem Brief schildert Karahan Probleme, die seiner Meinung nach zum Zerfall des jungen Vereins geführt hätten. So verfügten die Kickers Wolfhagen nach wie vor über keinen festen Platz, auf dem sie zu den Punktspielen in der Kreisliga C ihre Gegner empfangen könnten. Bereits vor einigen Wochen hatte Kümmerle während der Bürgerfragestunde im Vorfeld einer Stadtverordnetenversammlung auf diesen Missstand hingewiesen. Es folgte ein Gespräch zwischen Niyazi Karahan, Bürgermeister Reinhard Schaake und Daniel Köntopf, der für die Sportentwicklung bei der Stadt Wolfhagen zuständig ist. Das Ergebnis nun: „Uns wurde der Acker an der ehemaligen Pommernanlage als Spielplatz zugeteilt“, sagt Karahan.

Niyazi Karahan

Dieser Platz sei knüppelhart, übersät mit Löchern, es fehlten sanitäre Anlagen und Umkleiden. Der Rat, sich direkt mit den anderen Fußballvereinen der Stadt abzustimmen, um deren Plätze für Punktspiele nutzen zu dürfen, habe wenig gebracht. Die Vereine hätten die Kickers wieder an Daniel Köntopf als Verantwortlichen verwiesen. Dieses „Pingpong-Spiel“ habe nun dazu geführt, dass von den 15 Stammspielern nur noch drei übrig geblieben seien, klagt Karahan.

Spiele in Ippinghausen

Die nächsten beiden Heimspiele können die Kickers auf dem Platz in Ippinghausen absolvieren. Ab September ist der Platz in Gasterfeld vorgesehen. Das Problem in Ippinghausen: Vor Spielbeginn müsse der Schlüssel für die Umkleiden abgeholt und nach dem Spiel sofort wieder zurückgebracht werden, sagt Karahan. „Das heißt, wir können jedes Mal vom Trainigsgelände in Viesebeck unsere Ausstattung nach Ippinghausen bringen und nach dem Spiel wieder zurück. Zusätzlich müssen wir die Flüchtlinge holen und wieder heimbringen“, sagt der Vorsitzende, der stolz darauf ist, zwischen 20 und 40 Asylbewerber in den Verein und in den Spielbetrieb integriert zu haben.

Viel am Platz gearbeitet

Daniel Köntopf

Daniel Köntopf weist die Vorwürfe Niyazi Karahans zurück. Am 1. September werde der Kreisfußballausschuss den Platz an der Pommernanlage in Gasterfeld abnehmen. Wenn das Gremium grünes Licht erteile, müsse er nach objektiven Kriterien in Ordnung sein. Wenn nicht, müssse eben nachgebessert werden. In den vergangenen Wochen sei viel am Sportplatz gearbeitet worden. Löcher wurden beseitigt. Und auch der Schaden, den eine Rotte Wildschweine angerichtet habe, sei bereits im Juli beseitigt worden. Sicherlich gebe es innerhalb der Stadt bessere Spielstätten. „Der Platz ist aber definitiv nicht schlechter als der in Viesebeck“, sagt Köntopf. Karahans Aussage, wonach es weder Umkleiden , noch Duschmöglichkeiten in Gasterfeld gebe, kann Köntopf nicht nachvollziehen. In einem der Gebäude, das von Flüchtlingen genutzt werde und das sich in etwa 200 Meter Entfernung zum Sportplatz befinde, könnten die sanitären Anlagen benutzt werden.

Quelle: HNA

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