Die Schlittenhunde rennen wieder – Wettbewerb auf dem Hohen Dörnberg

Training mit Whisky

Ein eingespieltes Team: Rolf Karwecki und sein Alaskan-Husky Whisky, dessen Vater Leithund im 8er-Weltmeisterteam war. Foto: Triesch

Habichtswald. Die Schlittenhunde kehren auf den Hohen Dörnberg zurück. Nach sieben Jahren Pause heißt es wieder „Go“ für zahlreiche Hundegespanne: Auch Alaskan-Husky Whisky tänzelt schon nervös vor dem Fahrrad seines Herrchens Rolf Karwecki hin und her – kaum erklingt das Kommando zum Start, da prescht der zehnjährige Whisky mit Karwecki davon.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Kilometer pro Stunde rauscht das Gespann über Stock und Stein – Training für das Schlittenhunderennen auf dem Dörnberg am Wochenende des 23. und 24. November. An dem Wochenende werden die besten deutschen Schlittenhundesportler nach Zierenberg kommen und ihr Können unter Beweis stellen.

Sieben Jahre Pause

Bereits in den Jahren 2002, 2003, 2004 und 2005 haben auf dem Segelflugplatz Rennen stattgefunden. In der Zwischenzeit war das Hundegebell auf der Strecke verstummt. Und das nicht ohne Grund: Denn der 62-jährige Mit-Organisator Karwecki hatte viel zu tun. Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag begann der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Habichtswald 2001 nochmal ein Jura-Studium, gefolgt von einem Referendariat, dem zweiten Staatsexamen und der Selbstständigkeit als Rechtsanwalt in Ehlen. Nach sieben Jahren Pause geht es nun wieder wild und vor allem schnell her auf der Rennstrecke.

Hobby aus Leidenschaft

Für das Rennen, in dem bei Schneemangel Mountainbikes, Roller und Räderwagen eingesetzt werden, liegen schon Meldungen einiger national und international erfolgreicher Sportler vor. Karwecki ist einer von ihnen: Seit fast 15 Jahren frönt er diesem Hobby und hat schon an etlichen Meisterschaften teilgenommen. Dabei fing alles ganz klein an: Nachdem der Bewegungsdrang seiner damaligen Hündin kaum zu bändigen war, schnallte er sie kurzerhand vor das Fahrrad, und los ging die wilde Fahrt.

Meister im Gespann

Was als Notlösung begann, wurde zur Leidenschaft, erinnert sich Karwecki. Schnell wurde aus dem Einergespann, ein Zweier und aus dem Zweiergespann ein Dreier und so weiter: „Denn wo Platz für einen ist, da findet sich auch noch immer ein Platz für mehr.“ Gesagt getan – zu der heute 17-jährigen Babette kamen Sugar, Joe-Luis und Whisky hinzu. Letzterer erwies sich als echter „Meister im Gespann“, erzählt Karwecki stolz. „Daheim ruhig und schüchtern, ist er auf der Rennbahn kaum zu stoppen.“ So kommt es vor, dass eine Distanz von zehn Kilometern in weniger als 30 Minuten zurückgelegt wird. Dabei kommt es neben den Künsten der Schlittenführer vor allem auch auf ihre vierbeinigen Freunde an. „Kraft, Charakter, Teamwork, Geist und guter Rennstil sind entscheidend“, weiß der Experte. Und da ist er bei seinem Gespann sehr zuversichtlich.

Quelle: HNA

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