Die neue, stadtnahe Regiotram-Station soll zum Heimatfest in Betrieb genommen werden

Per Tram direkt zum Feiern

Trotz der langen Winterpause sind die Arbeiten an dem neuen Haltepunkt gut voran gekommen. Ursprünglich sollte die Station erst im Spätsommer fertig werden. Im Bild Bauarbeiter Thomas Frenzel. Foto:  Grugel

Melsungen. Doppelten Grund zum Feiern werden die Melsunger am 20. Mai haben: Mit dem Auftakt des traditionellen Heimatfestes soll auch die neue Regiotram-Haltestelle an der Bartenwetzerbrücke in Betrieb genommen werden. Darauf haben sich Stadt und Nordhessischer Verkehrsverbund laut einer Mitteilung vom Freitag verständigt.

Nach Ansicht von Bürgermeister Dieter Runzheimer ist das Volksfest mit seinen vielen Besuchern der ideale Anlass, die neue, stadtnahe Anbindung erstmals auszuprobieren. Auswärtige Gäste könnten sich dann direkt von den kurzen Wegen auf das Fest überzeugen. In einem festlichen Rahmen solle die Regiotram erstmals an der Bartenwetzerbrücke stoppen, kündigte der Bürgermeister an.

Auch Wolfgang Dippel, Geschäftsführer des NVV, sprach von einem gut gewählten Termin: „Mit dem Eröffnungsfest im Mai sind wir auf der sicheren Seite, denn bis auf wenige Restarbeiten wird die neue Station dann auf jeden Fall fertig sein.“

Trotz längerer Winterpause hat die Regiotram-Haltestelle inzwischen bereits Gestalt angenommen. Gegenüber der Bartenwetzerbrücke ist das Bauwerk mit seinen beiden Bahnsteigen und der Unterführung schon gut sichtbar. Die Gestaltung des eigentlichen Haltestellenbereichs sowie die Neubepflanzung des Hanggeländes am Bahnviadukt befinden sich nach Angaben des NVV gerade in der Ausführungsplanung.

Schneller fertig als gedacht

Zum Baustart waren die Planer noch von einem Fertigstellungstermin im Spätsommer dieses Jahres ausgegangen. Später hieß es dann, die Arbeiten könnten eventuell bereits Mitte Februar abgeschlossen sein. Dass daraus nun allerdings nichts wurde, dafür hat der frühe Wintereinbruch Anfang Dezember mit viel Schnee, Eis und deutlichen Minusgraden gesorgt.

Was die Kosten für das gesamte Bauprojekt betrifft, ist man beim NVV optimistisch: Zurzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass der Kostenrahmen überschritten wird.

Insgesamt wurden Bau- und Planungskosten in Höhe von fünf Millionen Euro veranschlagt, die größtenteils durch das Land Hessen und in geringerem Umfang vom NVV und von der Stadt Melsungen finanziert werden. „Diese Summe wird nach heutigem Kenntnisstand nicht erreicht“, teilte NVV-Sprecherin Sabine Herms mit.

Zukünftig wird jede Regiotram an der neuen Station halten und darüber hinaus auch am Melsunger Bahnhof. Die Cantus-Züge, die auf der Strecke zwischen Kassel und Fulda auch Melsungen anfahren, werden laut NVV bis auf einen frühen und einen späten Zug wie bisher nur am Bahnhof halten. Hintergrund

Quelle: HNA

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